Luigi Mangione will Mordanklage nach Geständnis kippen

Luigi Mangione will Mordanklage nach Geständnis kippen

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min
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Luigi Mangione (28) gibt im Mordverfahren des Bundesstaats New York nicht klein bei: Der Angeklagte will weiterhin mit aller Macht erreichen, dass die dortige Anklage gegen ihn vollständig abgewiesen wird. Aus Sicht seiner Verteidiger würde andernfalls eine unzulässige doppelte Strafverfolgung für exakt dieselbe Tat vorliegen, wie aus einem neuen Schriftsatz hervorgeht, der TMZ vorliegt. Darin bekräftigen die Juristen das zentrale Argument der doppelten Bestrafung: Luigi sei im separaten Bundesverfahren bereits im Zusammenhang mit derselben Schusswaffe und der Tötung von UnitedHealthcare-CEO Brian Thompson belangt worden. Nach Auffassung der Anwälte stützen sich die Mordanklage des Bundesstaats und die Nachstellungsvorwürfe des Bundes auf ein und dasselbe Verhalten in Manhattan. Ein weiteres Verfahren wegen dieses spezifischen Geschehens sei aus rechtlicher Sicht deshalb absolut unzulässig.

Die Gegenseite sieht diese Rechtsfrage allerdings völlig anders und zeigt keinerlei Bereitschaft zum Einlenken. Alvin Bragg, der zuständige Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, stellt sich entschieden gegen den Antrag, das Mordverfahren auf Ebene des Bundesstaats einzustellen. Sein zentraler Einwand lautet, dass es sich bei den Vorwürfen auf Bundes- und Staatsebene um rechtlich völlig unterschiedliche Anklagen handle, weshalb das Doppelbestrafungsargument ins Leere greife. Vor dem Bundesgericht hatte sich Luigi zuvor bereits in zwei Punkten schuldig bekannt: Dabei geht es um die bundesstaatenübergreifende Nachstellung mit Todesfolge sowie um die Nachstellung unter Nutzung entsprechender Einrichtungen. Wie das Verfahren in New York letztlich weitergeht, ist derzeit noch völlig offen, da für Dezember eine wichtige Anhörung angesetzt ist. Dort sollen die mündlichen Argumente beider Seiten verhandelt werden, bevor das Gericht endgültig über den Antrag entscheidet.

Der Krankenversicherungschef Brian Thompson, den Luigi gezielt als Opfer ausgewählt haben soll, war im Dezember 2024 in Manhattan erschossen worden, woraufhin der Schütze die Tat im August 2026 im Bundesverfahren einräumte. Die Mordanklage des Bundesstaats New York bestreitet er dagegen bis heute vehement, obwohl er sich auf Bundesebene wegen der Nachstellungstatbestände schuldig bekannte. Ursprünglich hätte der staatliche Mordprozess bereits am 8. September 2026 beginnen sollen, doch der Termin wurde nach dem Geständnis auf Bundesebene kurzfristig aufgehoben. Daraufhin wandte sich die Verteidigung an Richter Gregory Carro und beantragte, die Anklage des Bundesstaats fallenzulassen. Mit dem aktuellen Schriftsatz halten die Anwälte nun unerschütterlich an dieser harten Linie fest.

Luigi Mangione bei einer Anhörung vor Prozessbeginn am Manhattan Criminal Court in New York, August 2026
Getty Images
Luigi Mangione bei einer Anhörung vor Prozessbeginn am Manhattan Criminal Court in New York, August 2026
Vermeintlicher Attentäter Luigi Mangione, 2024
Getty Images
Vermeintlicher Attentäter Luigi Mangione, 2024
Luigi Mangione wird von der Polizei zum Gericht geführt, September 2025
Getty Images
Luigi Mangione wird von der Polizei zum Gericht geführt, September 2025
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