Martin Rütter (56) hat einen klaren Plan für sein Bühnenende und will dabei auf keinen Fall den richtigen Zeitpunkt verpassen. Im Interview mit der Abendzeitung hat der Hundeprofi jetzt offen darüber gesprochen, warum er seine Karriere als Entertainer beenden möchte. Sein finaler Auftritt vor großem Publikum ist für April 2028 angesetzt – passend zu seinem 25-jährigen Bühnenjubiläum. Rütter zieht es vor, die Reißleine zu ziehen, solange die Hallen noch voll sind. Als Negativbeispiel führt er dabei Thomas Gottschalk (76) an: Der Kultmoderator hatte seine Karriere erst im Dezember 2025 im Alter von 75 Jahren beendet, was Rütter offenbar als zu spät empfindet. "Es gibt genug mahnende Beispiele für Leute, die den Absprung verpasst haben. Gottschalk ist für mich so ein Thema", erklärte Martin gegenüber der Zeitung. Er selbst will es anders machen und sich rechtzeitig von seinem Publikum verabschieden.
Dabei betont der TV-Star, dass ihm seine Shows nach wie vor Freude bereiten. Mit fehlender Motivation habe sein Rückzug nichts zu tun. "Ich will mich anderen Projekten widmen. Es macht ja immer noch Spaß, ich habe keine Unlust. Aber es ist doch Luxus, an einer Stelle sagen zu können: Ich höre auf, auch wenn die meisten sagen werden: Schade", erzählte er der Abendzeitung. Eine Rolle spielt allerdings auch das kräftezehrende Leben auf Tour: "Ich mache das jetzt seit 25 Jahren, und ich bin total mürbe vom Hotelleben." Ein kompletter Abschied aus den Medien steht für den Hundeprofi jedoch nicht zur Debatte. Dem Fernsehpublikum bleibt Rütter auch weiterhin erhalten, wenn auch in deutlich reduzierter Frequenz. Die Zeiten, in denen er rund 100 Drehtage pro Jahr absolvierte, sind vorbei; stattdessen ist sein TV-Pensum inzwischen auf 30 bis 50 Tage im Jahr geschrumpft. Für seine verbleibenden Auftritte hat er sich ein Ziel gesetzt: "Jetzt will ich in jede Stadt mit dem Gefühl gehen: Danke, das war's. Das ist ein schönes Gefühl."
Die Pläne für seinen Rückzug schmiedet der Entertainer bereits seit Längerem. Seine finale Tournee, die im Oktober 2026 an den Start ging, ist auf rund 120 Auftritte angelegt und soll planmäßig Ende April 2028 enden. Rütter machte schon bei der Bekanntgabe der Termine deutlich, dass er seine Karriere auf dem Höhepunkt beenden möchte. Das Szenario, irgendwann den Anschluss zu verlieren und vom Publikum als unzeitgemäß wahrgenommen zu werden, stand für ihn nie zur Debatte. Auch privat beginnt für Martin ein neuer Lebensabschnitt: Er möchte nach München ziehen, weil die Stadt aus seiner Sicht eine hohe Lebensqualität bietet. Bis er dort eine passende dauerhafte Bleibe gefunden hat, wohnt er zunächst in einer möblierten Wohnung. Außerdem setzt er sich für Tiere ein: 2025 gründete er einen Tierschutzverein, der ihm mehr Arbeit macht als erwartet. Damit, künftig nicht mehr an vorderster Front zu stehen, kann sich der Hundetrainer gut anfreunden.
























