Lange mussten Fans auf das Comeback des berühmten Meisterdiebs warten, aber jetzt gibt es Unmut. Seit dem 23. Oktober sind alle acht Episoden der vierten Lupin-Staffel bei Netflix abrufbar. Omar Sy (48) schlüpft darin erneut in die Rolle von Assane Diop. Wer die französische Erfolgsserie auf Deutsch schaut, wird allerdings schnell stutzig: Die Hauptfigur und mehrere weitere wichtige Charaktere haben in den neuen Folgen andere Stimmen als in den drei Staffeln davor. Viele Zuschauer bringt das auf die Palme. Auf Instagram meint zum Beispiel ein enttäuschter Fan: "Ich war großer Fan der ersten drei Staffeln, aber die vierte kann man sich echt nicht ansehen. Die neuen Stimmen sind alle total generisch und man erkennt die Charaktere nicht wieder, nur weil Netflix den letzten Cent rausquetschen will."
Mit dieser Meinung ist der Nutzer nicht allein. Zahlreiche schreiben, dass ihnen die gewohnten Stimmen fehlen. Ohne diese Vertrautheit falle es ihnen schwer, sich auf die neuen Episoden einzulassen. Mit der Staffel würden sie einfach "nicht warm", heißt es. "Wieso ändert ihr die Stimmen? Kann mir nicht mal die neue Staffel anschauen. Mich triggert das so hart", wettert ein Fan. Aber nicht nur die deutsche Fassung kommt beim Publikum schlecht an. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes gehen die Meinungen der Profis und der Zuschauer weit auseinander: Die Kritiker geben der vierten Staffel bislang 100 Prozent, die Publikumswertung liegt dagegen bei gerade einmal 21 Prozent. Die Beschwerden sind aber nicht der neuen Synchronisation geschuldet: Das Drehbuch und der Schreibstil der neuen Folgen wurden bemängelt.
Nicht nur Omar bekam für die neuen Folgen eine andere deutsche Stimme. Insgesamt waren sechs wichtige Figuren von den Umbesetzungen betroffen. Für Assane übernahm Alexander Doering den Part von Sascha Rotermund (52), der Omar in den ersten drei Staffeln gesprochen hatte. Auch bei Claire gab es einen Wechsel: Statt Anne Helm war Aline Staskowiak zu hören. Assanes bester Freund Benjamin Ferel wurde nicht mehr von Michael Ernst, sondern von Ricardo Richter (38) gesprochen. Hinter dem Stimmenwechsel steckte angeblich ein Streit zwischen Teilen der deutschen Synchronbranche und Netflix. Mehrere Sprecher hatten sich geweigert, umstrittene Vertragsbedingungen zu akzeptieren.





























