Brittany Snow (40) hat jetzt offen über einen der schmerzhaftesten Abschnitte ihres Lebens gesprochen. Im Podcast "Armchair Expert with Dax Shepard" erzählte die Schauspielerin sichtlich bewegt von der Alzheimererkrankung ihres Vaters John Snow. Die Diagnose hatte die Familie im Jahr 2020 erhalten, inzwischen ist die Krankheit bereits weit fortgeschritten. Für Brittany bedeutet das einen "Verlust zu Lebzeiten": Ihr Vater ist zwar noch da, doch die einst so enge Bindung zwischen den beiden hat inzwischen eine ganz andere Form. Der lange Verlauf löst in ihr tiefe Traurigkeit aus. Trotzdem blickt sie auch mit Dankbarkeit auf die vergangenen Jahre zurück, wie sie betont. "Ich habe sechs Jahre bekommen, die ich nicht gehabt hätte, wenn er Krebs oder etwas Ähnliches bekommen hätte, und ich konnte in diesen Jahren wirklich präsent sein, weil ich wusste, dass es passiert. Das nehme ich wirklich nicht als selbstverständlich hin", erklärte sie. In dieser Zeit habe sie sich auf die Veränderungen einstellen und die gemeinsamen Momente bewusst schätzen können.
Die Krankheit ihres Vaters beschreibt Brittany als eine Art Trauer, die sich über einen langen Zeitraum hinzieht. Statt John auf einen Schlag zu verlieren, müsse sie sich Stück für Stück von ihm verabschieden und mit ansehen, wie sich seine Persönlichkeit verändert. Ihre Gefühle schwanken dabei zwischen Schmerz, Trauer und Dankbarkeit. Es tue ihr weh, ihren geliebten Vater in diesem neuen Lebensabschnitt zu erleben. Jedoch führe sie sich immer wieder vor Augen, dass er gewollt hätte, dass sie ihr eigenes Leben weiterführt. Ähnlich hatte sie sich schon vor rund zwei Jahren im Podcast "Broad Ideas" geäußert: "Das Geschenk zu haben, in einem langsamen Prozess zu trauern, war wirklich wunderschön." John lebt in Florida in den USA. Die Besuche bei ihm machen die TV-Bekanntheit traurig, denn wegen seiner Erkrankung versteht er nicht, warum sie wieder gehen muss. Alzheimer ist eine fortschreitende neurodegenerative Krankheit, bei der Gehirnzellen geschädigt werden. Sie ist die häufigste Form der Demenz und beeinträchtigt Gedächtnis sowie Sprache.
Als Brittany zur Welt kam, war John bereits 48 Jahre alt. Trotz des großen Altersunterschieds gestaltete er ihre Beziehung gezielt aktiv mit. Besonders eng wurde das Verhältnis, als sie mit zwölf Jahren vor der Kamera stand. "Als ich mit zwölf die Soap gemacht habe, hat sich für mich wirklich etwas verändert, und wir kamen uns sehr nahe. Wir standen uns so nahe", erinnerte sie sich. Sie stellte kurz darauf klar: "Ich sollte nicht sagen, dass wir uns 'nahestanden', denn wir stehen uns nahe, aber ihr wisst, es nimmt eine andere Form an." Früher nannte sie ihn ihren "besten Freund" und "größten Unterstützer". Gern denkt sie daran zurück, wie die zwei in ihrer Jugend zusammen "The X-Files" schauten. Rote Teppiche mied John, an Filmsets besuchte er seine Tochter aber oft. Als Brittany mit Essstörungen, Depressionen und einem negativen Selbstbild kämpfte, gab er ihr großen Halt. Bei einem Spaziergang am Meer sagte er zu ihr: "Alles, was ich in meinem Leben will, ist, dass du siehst, wie schön du bist." Am 17. September feierte sie ihr 17. Jahr ohne Essstörung.


























