Olivia Colman (52) hatte einen steinigen Weg vor sich, bevor sie zum gefeierten Star wurde. Im Podcast "Conan O'Brien Needs a Friend" sprach die Schauspielerin offen über die Zeit direkt nach ihrer Ausbildung. Ihre Anfänge waren alles andere als vielversprechend: "Im ersten Jahr nach der Schauspielschule hatte ich 100 Vorsprechen und habe keine einzige Rolle bekommen", erinnerte sich Olivia. Um sich in dieser Phase über Wasser zu halten, nahm die heutige Oscar-Preisträgerin verschiedene Zeitarbeitsjobs an. Unter anderem verdiente sie ihr Geld als Reinigungskraft. Daran fand sie überraschend großen Gefallen, obwohl die Bezahlung eher mager war. "Ich habe den Putzjob wirklich geliebt. Wenn er nur besser bezahlt würde ...", verriet sie in dem Podcast. Dabei nahm Olivia ihre Aufgaben keineswegs auf die leichte Schulter. Es war ihr wichtig, zuverlässig zu sein und die Wohnungen ihrer Kunden gewissenhaft sauber zu machen.
Reue empfindet sie für die anfangs harten Jahre nicht – ganz im Gegenteil: "Ich bin sehr dankbar für diese Jahre, weil sie mir beigebracht haben, Arbeit zu schätzen", erklärte sie im Gespräch mit Conan. Doch nicht nur auf Gründlichkeit legte sie Wert. Die Privatsphäre der Menschen, bei denen sie putzte, hatte für sie höchste Priorität. Ihre Auftraggeber hätten sich darauf verlassen können, dass sie sich in deren vier Wänden anständig benahm. Neugierige Blicke in fremde Sachen kamen für die Schauspielerin nicht infrage. "Ich habe niemals in irgendwelche Schubladen geschaut", stellte sie gegenüber Conan klar. Wer sie damals in sein Zuhause ließ, musste sich also keine Sorgen um seine persönlichen Dinge machen.
Bis zum großen Durchbruch sollten allerdings noch einige Jahre vergehen. Erst 2003, im Alter von 29 Jahren, wurde Olivia durch die britische Sitcom "Peep Show" einem größeren Publikum bekannt. In der Comedyserie stand sie an der Seite von David Mitchell und Robert Webb vor der Kamera. Danach ging es für sie Schritt für Schritt nach oben. Aus der Schauspielschulabsolventin, die einst unzählige Absagen kassiert und fremde Wohnungen geputzt hatte, wurde später sogar eine Oscar-Preisträgerin. Den begehrten Goldjungen erhielt sie für ihre Darstellung der Königin Anne in dem Film "The Favourite". Zwei weitere Male war sie nominiert, einmal als Hauptdarstellerin, einmal als beste Nebendarstellerin. Auch diverse Golden-Globe-Nominierungen und Auszeichnungen reihen sich in ihre Erfolgshistorie ein. Trotz dieser beeindruckenden Karriere schätzt sie ihre bescheidenen Anfänge bis heute.



























