Ein historischer Red-Carpet-Auftritt aus dem Jahr 2010 holt Russell Brand (51) und Katy Perry (42) derzeit mit voller Wucht ein. Nach der Verurteilung des Comedians am 5. November wegen Vergewaltigung und dreier sexueller Übergriffe kursiert ein älteres Video aus Los Angeles im Netz, in dem die Sängerin ihrem damaligen Verlobten während eines Interviews widerspricht. Russell zieht daraufhin ein Schild mit der Aufschrift "Obey" (dt.: Gehorche") hervor und hält es der Musikerin vor das Gesicht. Als der Reporter nachbohrt, bricht der Brite das Gespräch abrupt ab, nimmt Katy an der Hand und zieht sie weg. Im Netz stößt diese Szene heute auf scharfe Kritik, da viele Nutzer das dominierende Auftreten des Comedians im Rückblick als extrem befremdlich empfinden.
Bei zahlreichen Fans der Sängerin stößt die Szene auf wenig Verständnis. Mehrere Nutzer bezeichnen das Video in den sozialen Medien als "widerlich", andere sprechen von der "seltsamsten Interaktion". Auch der Interviewer schien damals irritiert. Während der Comedian die Sängerin mit sich zog, rief der Reporter ihr laut Lad Bible noch hinterher: "Ich bin froh, dass du ihn lustig findest." Dass der Clip gerade jetzt wieder die Runde macht, hat einen ernsten Hintergrund: Am Southwark Crown Court wurde Russell vor wenigen Tagen schuldig gesprochen. Das Strafmaß soll am Montag verkündet werden. Der Richter stellte dem Schauspieler bereits eine "beträchtliche Haftstrafe" in Aussicht.
Katy und Russell gaben sich im Jahr 2010 das Jawort, doch ihre Ehe hielt nicht lange. Wie die Sängerin später erzählte, teilte ihr der Brite am 31. Dezember 2011 per Textnachricht mit, dass er die Scheidung wolle. Danach habe sie so gut wie nichts mehr von ihm gehört. Einige Monate später, im Jahr 2012, wurde die Scheidung dann rechtskräftig. Rückblickend fand Katy im Gespräch mit Vogue dennoch durchaus wertschätzende Worte für den Schauspieler: "Er ist ein sehr kluger Mann, und ich war in ihn verliebt, als ich ihn geheiratet habe. Als ich ihn kennenlernte, wollte er zunächst eine ebenbürtige Partnerin", erklärte sie damals, lieferte aber auch direkt eine Erklärung, warum es ihrer Meinung nach nicht funktioniert hatte: "Ich glaube, starke Männer wünschen sich oft eine ebenbürtige Partnerin, doch wenn sie sie dann haben, denken sie: Ich komme mit dieser Gleichberechtigung nicht zurecht."


























