Dame Helen Mirren (81) macht aus ihrer turbulenten Vergangenheit kein Geheimnis. In den 1960er- und 1970er-Jahren bewegte sich die Schauspielerin als junge Frau in der Londoner Theater- und Filmszene. Dort kam sie mit so einigen Rauschmitteln in Berührung: Kokain, LSD und Marihuana gehörten zu den Substanzen, die sie in dieser Zeit gerne ausprobierte. Vor allem über eine Droge spricht die Oscarpreisträgerin erstaunlich offen. "Ich liebte Kokain", gab sie im Gespräch mit GQ schonungslos zu. Ihre Begeisterung für diese Droge war jedoch nicht von Dauer. Zu Beginn der 1980er-Jahre verabschiedete sich Helen von illegalen Drogen. Auslöser für ihre Entscheidung: Sie hatte mehr darüber erfahren, welche kriminellen Strukturen hinter der Herstellung und dem Handel mit Kokain stecken. Diese Erkenntnis veränderte ihren Blick auf die Droge radikal und sorgte dafür, dass sie ihren Konsum beendete.
Den entscheidenden Anstoß für ihre Entscheidung gaben Details zu Klaus Barbie. Der NS-Kriegsverbrecher hatte sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Südamerika abgesetzt. Dort soll er vom Geschäft mit der Droge profitiert haben. Als Helen von dieser Geschichte erfuhr, wurde für sie Kokain in ein ganz anderes Licht gerückt. Hinter dem Rausch, den sie zuvor so genossen hatte, standen für sie nun Gewalt und Verbrechen. Die Britin setzte dadurch einen endgültigen Schlusstrich. "Ich würde es nie wieder anrühren. Man muss sich bewusst machen, welchen Weg die Droge zurückgelegt hat, bevor man sie konsumiert", schilderte sie laut DailyMail. Für Helen spielte also nicht nur die eigene Erfahrung eine Rolle, sondern auch die Frage, wer am Ende an dem Stoff verdient.
Auch an LSD hatte sich Helen herangetraut. Im Jahr 1965 probierte sie die Droge aus. In ihrer Autobiografie "In the Frame" findet sich sogar ein Foto aus dieser Zeit: Darauf ist die Schauspielerin als junge Frau zu sehen, wie sie benommen in einem Wald liegt. Rückblickend schwärmte sie von der Situation: "Ich hatte eine unglaublich schöne und magische Erfahrung, und danach dachte ich, dass ich es nie wieder tun würde." Neben Kokain und LSD testete sie außerdem Marihuana. Inzwischen gehören auch ausschweifende Partys mit viel Alkohol für Helen der Vergangenheit an. Dass Helen inzwischen auch ruhigere Stunden zu schätzen weiß, hat sie in einem Interview mit AARP deutlich gemacht.


























