Seit dem Tod seiner Mutter im Jahr 2019 geht Andrew Garfield (43) sehr offen mit seinem Verständnis von Verlust und Trauer um. Immer wieder spricht er sehr emotional und voller Liebe von seiner Mama. Auch im Coverinterview zur "Men of the Year"-Ausgabe von GQ, das jetzt erschienen ist, erzählt der Schauspieler von einem sehr berührenden Moment in seiner Karriere. Damals saß Andrew gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder in der Garderobe bei "The Late Show with Stephen Colbert". Ein Mitglied aus Stephen Colberts Team kam auf ihn zu und fragte, ob er in der Sendung über seine verstorbene Mutter sprechen würde. Der Schauspieler brauchte einen Moment, um darüber nachzudenken. Schließlich sagte er zu, denn er traute dem Moderator zu, behutsam mit dem sensiblen Thema umzugehen. Bevor er auf die Bühne ging, wandte er sich in einem Gebet an seine Mutter. Sie sollte ihn leiten, wenn er über Trauer und Liebe sprechen würde.
"Ich glaube, ich habe ein Gebet gesprochen, bevor ich rausging", erinnert sich Andrew im Gespräch mit dem Magazin. Auch den Wortlaut seiner Bitte an die Mutter verrät er: "Hey, Mom, was auch immer du hast, lass mich einfach der Kanal sein. Was auch immer du möchtest, dass ich sage, was auch immer du nicht möchtest, dass ich sage, benutze mich einfach. Ich bin hier, um für das Gute eingesetzt zu werden, was auch immer das bedeutet." Wirklich vorbereitet oder geplant hatte er das Gespräch mit Stephen Colbert nicht. Viel wichtiger sei es ihm damals gewesen, von Herzen zu sprechen und seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Er schätzt sich sehr glücklich, dass seine Worte damals gut von dem Publikum empfangen und verstanden wurden, obwohl er sich nicht gut vorberietet hatte. Das emotionale Gespräch ging danach um die Welt und wurde zu einem seiner bekanntesten Interviewmomente.
Andrews Mama war 2019 an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Mit seinen offenen Worten traf der Schauspieler bei vielen Zuschauern einen Nerv. Zahlreiche Menschen fühlten sich angesprochen und erzählten daraufhin selbst, wie sie den Verlust eines geliebten Menschen erlebt hatten. Auch fünf Jahre nach der Sendung wird der Ausschnitt laut Andrew noch immer an Trauernde weitergeschickt. "Ich habe gestern Nachrichten deswegen bekommen. Menschen, die jemanden verlieren, bekommen diesen Clip geschickt", berichtet er gegenüber GQ über die anhaltende Resonanz. Wie er außerdem erzählt, traf er die Entscheidung, über den Verlust zu sprechen, nicht ganz alleine. Sein Vater und sein Bruder unterstützten ihn dabei.

























