Muss Prinz Harry (42) um seine royalen Titel bangen? Seit der Herzog von Sussex im Jahr 2020 seine Rolle als arbeitendes Mitglied des Königshauses abgegeben hat, reißen die Diskussionen nicht ab. Immer wieder geht es um die Frage, ob König Charles III. (77) seinem jüngeren Sohn die Titel aberkennen könnte. Wie die Daily Mail berichtet, ist der öffentliche Druck auf den Monarchen seit Harrys Rückkehr nach Großbritannien sogar noch gestiegen. Jetzt beschäftigt sich ein Fachmann mit dem Thema: Der britische Verfassungsrechtler Dr. Craig Prescott untersucht für den Newsletter "Palace Confidential" der Zeitung, welche rechtlichen Möglichkeiten Charles hat. Außerdem will er klären, wo die Grenzen der königlichen Macht verlaufen. Dabei steht nicht allein Harry im Mittelpunkt. Auch die Titel seiner Kinder Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) könnten Teil der Debatte werden. Darüber hinaus geraten Prinzessin Beatrice (38) und Prinzessin Eugenie (36) in den Blick. Ob Charles tatsächlich Änderungen anstoßen könnte und welche Folgen diese hätten, soll die juristische Einordnung klären.
Prescott gilt als Kenner des britischen Verfassungsrechts und hat das Buch "Modern Monarchy" geschrieben. Für die Daily Mail soll er einordnen, unter welchen Bedingungen royale Titel entzogen oder Anreden geändert werden könnten. Sein vollständiges juristisches Urteil hat das Blatt bislang allerdings noch nicht veröffentlicht. Stattdessen wird seine Einschätzung für den kommenden Newsletter angekündigt. Im Kern dreht sich die Analyse um eine zentrale Frage: Welche Änderungen darf Charles aus eigener Kraft anstoßen? Und bei welchen Titeln sind ihm rechtlich die Hände gebunden? Dass neben Harry auch Archie, Lilibet, Beatrice und Eugenie genannt werden, zeigt jedoch die mögliche Tragweite der Prüfung. Eine grundsätzliche Neuordnung könnte demnach mehr betreffen als nur Harrys persönlichen Status. Die Analyse dreht sich somit auch um die Frage, wie weit ein Monarch bei Veränderungen innerhalb der britischen Königsfamilie gehen darf.
Als mögliches Vorbild wird immer wieder das dänische Königshaus genannt. Dort hatte Königin Margrethe (86) II. (86) entschieden, dass die Kinder ihres jüngeren Sohnes Prinz Joachim (57) nicht länger den Titel Prinz oder Prinzessin tragen. Der Royalexperte Richard Eden hatte Charles erst vor Kurzem nahegelegt, sich an diesem Vorgehen ein Beispiel zu nehmen. Prescott rät laut Daily Mail jedoch zur Vorsicht. Seiner Ansicht nach sollte die britische Royal Family den dänischen Fall genau prüfen und ihn nicht vorschnell auf die eigene Lage übertragen. Harry ist der jüngere Sohn von Charles und der Bruder von Prinz William (44). Ob die Titel der Sussex-Kids bei einer möglichen Veränderung von Harrys Status ebenfalls betroffen wären, ist bislang offen. Genau diese Grenzen der königlichen Macht soll Prescotts angekündigte Untersuchung näher beleuchten.


























