Fake-Razzia: HandofBlood zieht nach Shitstorm Konsequenzen

Fake-Razzia: HandofBlood zieht nach Shitstorm Konsequenzen

- Michelle Hinz
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

HandOfBlood (34), mit bürgerlichem Namen Maximilian Knabe, sorgte mit einem vermeintlichen Polizeieinsatz für ordentlich Aufregung in seiner Community. Während eines Twitch-Livestreams am 3. November tauchten plötzlich Personen in Polizeiuniform in den Büroräumen seiner Agentur Instinct3 auf. Kurz darauf brach der Streamer die Übertragung abrupt ab. Wenig später machten Videos von vermeintlichen Einsatzfahrzeugen, Polizisten und einer Durchsuchung im Netz die Runde, wodurch sich viele Fans ernsthafte Sorgen um Hänno machten. Doch hinter dem vermeintlichen Einsatz steckte nichts anderes als eine aufwendig inszenierte Werbeaktion für seine neue "Knabe Kola Null". Wenig später löste HandOfBlood den Vorfall auf und erklärte, dass sein Team die gesamte Situation mit Schauspielern und eigens produzierten Videos inszeniert hatte. Sogar Fake-Accounts kamen zum Einsatz, um die Diskussion in den sozialen Medien weiter anzuheizen.

Bei Hännos Community kam die Aktion allerdings alles andere als gut an. Zahlreiche Fans kritisierten den PR-Stunt als geschmacklos und warfen dem Streamer vor, ihre Sorgen gezielt ausgenutzt zu haben. "Hätte ihm mehr Verantwortung zugetraut. Gerade weil er wissen müsste, dass Swatting ein echtes Problem in der Szene ist. So was als Promo zu machen ist echt lame", wetterte ein Nutzer auf Reddit. Nach der Auflösung meldete sich HandOfBlood jetzt schließlich mit einem ausführlichen Statement auf seinem YouTube-Kanal "HandOfTrash" zu Wort. Darin zeigte er sich selbstkritisch und räumte ein: "Ich muss echt sagen, dass wir euer echtes Vertrauen und Mitgefühl einfach missbraucht haben und das ja nicht mal für irgendwie ein höheres Ziel wie einen gesellschaftskritischen Take, sondern einfach für Kommerz. Und das ist so panne."

Dabei ist Hänno seit Langem für seine ausgefallenen Werbeaktionen bekannt. So schaltete er beispielsweise während der Fußball-WM einen Werbespot, in dem er die umstrittenen Trinkpausen aufs Korn nahm. Diesmal fällt die Reaktion auf seine Marketingidee allerdings deutlich kritischer aus. Aus dem aktuellen Shitstorm zieht der Streamer nun konkrete Konsequenzen: Sämtliche bereits produzierten Werbeinhalte sollen offline genommen und auch weitere geplante Videos nicht mehr veröffentlicht werden. Eine alternative Kampagne werde es ebenfalls nicht geben. "Wir können uns mit diesem Stunt überhaupt nicht mehr identifizieren und sind auch überhaupt nicht mehr stolz drauf", stellte HandOfBlood klar. Zudem entschuldigte er sich bei allen, die sich ernsthaft Sorgen gemacht oder durch die Aktion das Vertrauen in ihn verloren hatten.

HandofBlood als Eintracht-Spandau-Präsident Herr Knabe in Berlin.
Imago
HandofBlood als Eintracht-Spandau-Präsident Herr Knabe in Berlin.
HandOfBlood im September 2023
Instagram / handiofiblood
HandOfBlood im September 2023
Maximilian Knabe, bekannt als HandOfBlood, bei der Baller League in der Motorworld Köln, Februar 2024
Imago
Maximilian Knabe, bekannt als HandOfBlood, bei der Baller League in der Motorworld Köln, Februar 2024
Findet ihr die heftige Kritik an HandOfBloods Werbeaktion gerechtfertigt?
In diesem Artikel