Quentin Tarantino (63) hat gestanden, dass ihn wegen Brad Pitt (62) ein schlechtes Gewissen geplagt hat. Ursprünglich wollte der Regisseur einen Film über den Stuntman Cliff Booth als seine zehnte und vermeintlich letzte Regiearbeit drehen. Doch letztlich entschied er sich dagegen und hatte danach Sorge, den Schauspieler damit zu enttäuschen. Im Interview mit dem Magazin Empire verriet er: "Er war derjenige, bei dem ich das Gefühl hatte, ihn wirklich im Stich zu lassen, als ich es nicht gemacht habe. Das tat mir leid." Auf die Figur verzichten muss Brad trotzdem nicht. Er übernimmt die Rolle des Stuntmans, die er 2019 in "Once Upon a Time in Hollywood" gespielt hatte, jedoch unter einer anderen Führung. Der Netflix-Nachfolger "The Further Mis-Adventures of Cliff Booth" basiert zwar auf Quentins Drehbuch, wird jedoch vom "Fight Club"-Regisseur David Fincher (64) umgesetzt.
Mit Quentins Erlaubnis habe ihm der Schauspieler das Skript angeboten. Nachdem er es gelesen hatte, war der Regisseur nach eigener Aussage sofort begeistert. "Einer der Gründe, warum das alles funktioniert hat, war meine Begeisterung darüber, dass David mein Material umsetzt", schilderte er im Interview. Für den Filmemacher ist das eine besondere Anerkennung seiner Arbeit als Autor. Häufig werde er nämlich vor allem als Regisseur gesehen, der lediglich Stoffe für seine eigenen Filme schreibe. Und auch David sprach darüber, wie er zu dem Projekt gekommen ist. Ein gemeinsamer Freund sei enttäuscht gewesen, dass er Cliff Booth nicht noch einmal spielen könne. Gemeint war Brad. Doch nun ist sein Wunsch in Erfüllung gegangen.
Laut David geht Brad mit besonders viel Einsatz an das Projekt heran. Inzwischen kenne er Cliff Booth sogar besser als der Regisseur selbst. Bei der bereits bekannten Persönlichkeit der Figur konnte er sich daher auf die Erfahrung seines Hauptdarstellers verlassen. Hinter den Kulissen soll es jedoch nicht harmonisch gelaufen sein. Zuletzt gab es Berichte über Spannungen zwischen David und dem Netflix-Filmchef Dan Lin. Laut Page Six sollen hohe Kosten für Nachdrehs der Grund gewesen sein. Offiziell bestätigt wurde der Streit bisher noch nicht. Davids Exklusivvertrag mit Netflix läuft noch bis 2027. Berichten zufolge könnte der Film wegen der Differenzen seine letzte Arbeit für den Streamingdienst sein.





























