Hätte Knuts Tod tatsächlich verhindert werden können? Dieser Meinung sind zumindest die Kritiker, die dem Berliner Zoo in der Vergangenheit offenbar schon mehrfach nahelegten, dass die Tierhaltung dort nicht artgerecht sei. Knut (†4) lebte im Zoo mit den drei alten Eisbärendamen Tosca (seine Mutter), Nancy und Katjuscha (seine beiden Tanten), die ihn allerdings isolierten und nur wenig Platz zum Leben ließen. Prompt meldeten sich die Kritiker zu Wort und sprachen sogar von „Mobbing“ gegen Knut.

Laut der welt.de äußerte sich Eisbär-Expertin Else Poulsen zur Haltung des Tieres folgendermaßen: Es sei „monoton, nicht zeitgemäß und grausam.“ Auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, zeigt deutlich Kritik. Auf n-tv.de wird er mit den Worten zitiert: „Das kurze und qualvolle Leben von Knut zeigt erneut, dass Eisbären nicht in den Zoo gehören, auch wenn sie Knut heißen." Und auch die Tierschutzorganisation Peta kann nicht glauben, wie schlimm die Lebensverhältnisse des erst vierjährigen Eisbärs waren. Auf der Onlineseite der berlinerumschau.com ist zu lesen: „Insbesondere die Zusammenführung Knuts in einem Gehege mit den drei Bärendamen Tosca, Katjuscha und Nancy konnte nicht gut gehen. Für jeden Laien ersichtlich, stand Knut unter enormen Stress. Die drei weiblichen Tiere griffen Knut an, bissen oder ignorierten ihn. Hinzu kommt, dass durch die Handaufzucht und die Adaption auf den Menschen ohnehin Verhaltensauffälligkeiten vorprogrammiert waren."

Lag der frühzeitige Tod des berühmtes Tieres etwa an der Haltung? Derzeit wird nach der Todesursache geforscht und es wird sich zeigen, warum Knut tatsächlich von uns gehen musste.

Eisbär Knut im April 2017
ARBARA SAX/AFP/Getty Images
Eisbär Knut im April 2017
Eisbär Knut und Thomas Dörflein
BARBARA SAX/AFP/Getty Images
Eisbär Knut und Thomas Dörflein


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