Marius Borg Høiby vor Gericht: So läuft dritter Prozesstag
Heute geht der Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) bereits in die dritte Runde. Nachdem der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) am Mittwoch während seiner Aussage emotional wurde, muss er sich laut Bild heute den restlichen Fragen stellen. Im Fokus steht ein angeblicher Vergewaltigungsfall, der sich in der Residenz Skaugum ereignet haben soll. Zur Rekonstruktion des Vorfalls werden heute auch zwei ehemalige Gardistinnen befragt, die in der besagten Nacht Dienst hatten. Darüber hinaus steht nach Marius selbst auch ein Beamter der Kriminalpolizei im Zeugenstand, seine Befragung findet aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Weiter ist heute geplant, noch zwei Zeugen zu vernehmen, die zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Vergewaltigung auf dem Anwesen des Schlosses waren. All dies ist Teil der Beweisaufnahme.
Der Fall auf Schloss Skaugum trug sich 2018 zu. Die Identität der Frau, die laut der Anklage bewusstlos war und vergewaltigt wurde, ist anonym – sie wird nur als "Skaugum-Frau" bezeichnet. Gestern schilderte Marius im Bezirksgericht Oslo die Geschehnisse aus seiner Sicht. Dabei widersprach er dem Vorwurf, nicht einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit der Frau gehabt zu haben, vehement. Gegenüber Staatsanwalt Sturla Henriksbø wiederholte der 29-Jährige mehrmals, die Frau sei wach gewesen. "Nummer eins. Ich schlafe nicht mit Frauen, die nicht wach sind", soll er laut dem Magazin Nettavisen deutlich betont haben.
Unter den hartnäckigen Fragen der Staatsanwaltschaft wurde Marius im Verlauf seines Zeugenstandes sogar richtig emotional. Der Norweger sitzt aktuell in U-Haft und die mentale Belastung des Prozesses wurde deutlich sichtbar, als er mit Worten rang und den Tränen freien Lauf ließ. Dem Gericht erklärte Marius dann, dass es ihm schwerfalle, vor so vielen Menschen zu sprechen. "Ich werde seit meinem dritten Lebensjahr von der Presse verfolgt. Ich wurde von ihnen schikaniert und gequält. Dass die Presseleute nun in diesem Gerichtssaal sitzen müssen, finde ich absolut entsetzlich", habe er Berichten von VG zufolge betont – dabei sei seine Stimme gebrochen.






