Zugegeben, Helena Fürst (37) hat keinen leichten Job, sie setzt sich für Hartz IV-Empfänger ein, schließlich ist sie die "Anwältin der Armen". Heute lief die zweite Folge dieses Reality-Formats auf RTL, das im Vorfeld bereits viel Kritik einstecken musste. In der heutigen Folge ging es um Liane, die sich für ihre Kinder geradezu aufopferte.

Nicht nur, dass sie mit ihren Zwillingen und ihrem 15-Jährigen Sohn zusammenlebt, sie kümmert sich außerdem tagsüber um ihre Enkelin, da ihre ältere Tochter eine Ausbildung macht und keine Zeit für die Kinderbetreuung hat. Einen Job hat Liane nicht, denn ins Jobcenter traut sie sich schon lange nicht mehr. Man würde sie dort anschreien und fertig machen. Die verängstigte Frau schiebt Panik, wenn sie nur daran denkt, das Gebäude zu betreten. Helena Fürst zieht dazu einen Experten zurate, der sich mit den Panikattacken auseinandersetzt. "Langfristig wäre eine umfassende Hilfe nötig", so der Therapeut. Doch die Ängste haben tieferliegende Ursachen. Probleme mit Mutter oder Vater vermutet dieser. Damit hat er gar nicht so Unrecht, denn von ihrer Mutter ins Heim gegeben, brachte sich ihr leiblicher Vater um. Außerdem sitzt sie auf einem großen Schuldenberg, den sie vom Ex-Mann bekam.

Als Helena Fürst aber bemerkt, dass ihre Klientin nicht ehrlich zu ihr ist, verlässt sie die Wohnung, setzt sich in ihr Auto und will fahren. Doch Liane will ihre Chance nutzen und hält sie auf. Sie setzt sich mit Ex Wolfgang zusammen und die beiden einigen sich darauf, die Schulden zu teilen. 5.000 Euro muss Liane jetzt noch zurückzahlen. Doch nicht nur die Schulden müssen besiegt werden, auch mit ihrer Vergangenheit muss Liane abschließen. Mit Helena Fürst fährt sie zu dem Haus, in dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Dort gesteht sie, dass der Freund ihrer Mutter sich ihr näherte: "Er hat mich immer angefasst und gestreichelt. Das hab ich bisher niemandem erzählt, nicht mal meinen Partnern."

Auch das Mobbing des Jobcenters will die Anwältin der Armen jetzt angehen und Liane ist längst nicht die Einzige, die von den Sachbearbeitern gedemütigt wird. Auf Grund eines Fehlers, den das Amt nach langem Hin und Her auch endlich zugibt, wendet sich alles zum Guten für Liane. Sie bekommt eine neue Sachbearbeiterin zur Seite gestellt und erhält somit weiter ihre dringend benötigten Sozialhilfeleistungen. Trotz der schweren Aufgabe hat Helena Fürst also mal wieder ganze Arbeit geleistet.


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