Kim Wilde (50) ist zurück. Der 80er-Jahre-Kultstar wurde mit ihrem Song „Kids in America“ zur absoluten Größe der damaligen Popszene. Inzwischen ist dieser erste Schritt in Richtung musikalische Karriere bereits dreißig Jahre her, doch die legendäre Sängerin hat sich kein Stück verändert. Ihre Stimme ist unverkennbar und trägt bei jedem Lied den ganz typischen Kim Wilde-Charakter. In den 80ern war sie vor allem in Deutschland eine gefragte Musikgröße, musste in ihrem Heimatland England hingegen immer mal wieder einen Flop hinnehmen. Als sie 1988 mit Michael Jackson (†50) auf Tour ging, verkaufte sich ihr Album „Close“ noch einmal gigantisch, bis sie dann Anfang der 90er erstmal eine Pause einlegte.

Nun ist sie zurück und startet ein großes Comeback. Doch auf ihrem neuen Album „Snapshots“, das ab heute zu kaufen ist, singt sie nicht etwa brandneue Songs, sondern wagt ein spannendes Experiment und covert ihre Lieblingslieder auf die ganz typische Kim Wilde-Art. Denn sie kann es noch immer. Vierzehn Klassiker der Musikgeschichte sind darauf vereint und neu interpretiert. Kim selbst nutzte das Album als eine Art Retrospektive, was man auch an ihrem Albumcover und dem Video zur Single „Sleeping Satellite“ (im Original von der unvergleichlichen Tasmin Archer aus dem Jahre 1992) sehen kann: Private Fotos, Backstage-Bilder, Stills aus ihren legendären Musikvideos – es ist ein all umfassender Rückblick, den sie mit ihren Fans teilen will. Nachdem die Ausnahme-Sängerin auch schon vielfach gecovert wurde, zum Beispiel auch von dem deutschen Dance-Wunder Cascada mit Frontfrau Natalie Horler (29), empfand sie, dass es nun für sie an der Zeit wäre, auch mal ein Album mit Coversongs zu machen.

Auf Kims offizieller Homepage verrät sie: „Das war kein einfacher Prozess. Es gibt viele Songs, die man liebt, aber die einfach nicht zu deiner Stimmlage passen. Es ist also egal, ob du den Song liebst, manchmal sollte man den nicht singen. Das war auch ein bisschen schmerzhaft. Wir haben vieles ausprobiert und es war nicht so einfach, wie man denken könnte.“ Doch am Ende ist ein für sie unglaubliches Ergebnis dabei herausgekommen: „Ich habe in meinem Leben viele Alben aufgenommen. Und andere Künstler haben auch schon viele Coversong-Geschichten gemacht und ich dachte: 'Ja, vielleicht bin ich jetzt dran.' Ich bin 30 Jahre in der Musikindustrie, es ist mein 50. Geburtstag, also ist es irgendwie ein Geschenk an mich selbst.“ Lieder von den 80er- und 90er-Jahre-Kultmusikern East 17, The Cure, Mike Oldfield, Erasure, aber auch neuzeitlicheres wie „About You Now“ von den Sugababes ist auf ihrem zwölften Studioalbum zu finden. Somit ist die Platte nicht nur etwas für eingefleischte Kim Wilde-Fans, sondern auch für Musikliebhaber aller Genres.

Seit dem 19. August kann man schon ihre erste Single – eine Doppel-A-Version – kaufen, bestehend aus den Liedern „Sleeping Satellite“ und „It's Alright“. Zum ersten Hit kann sie nur sagen: „Ich habe den Song geliebt. Jeder hat ihn geliebt.“ Es gehe um ein ernstes Thema, um Umwelt und Schäden, die wir unserem Planeten zufügen: „Es ist einfach so wahnsinnig poetisch.“ Der letztere sei einfach ein „unglaublicher Popsong“ von East 17: „Ich habe ihre Tattoos und die rasierten Köpfe geliebt, sie waren einfach die Bad Boys des Boyband-Pops.“ Wer sich einmal selber anhören möchte, wie sie ihre Lieblingshits neu interpretiert, der kann sich hier schon mal die beiden Lieder mit den dazugehörigen Videos anschauen. Für alle Hardcore-Fans, die es nicht erwarten können, die Pop-Sensation mal wieder live zu hören, kommt die Engländerin dann ab Anfang März 2012 wieder auf eine kleine Tour nach Deutschland.


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