Sie wirkt nicht immer entspannt und relaxt: „Ich fahre echt wie der Henker, muss ich gestehen. Dabei schimpfe ich auch wahnsinnig. Meine Tochter sagt immer: 'Mama, Geduld!'“, erzählt uns Schauspielerin Muriel Baumeister (39), als wir mit ihr mit dem neuen Ampera durch die herbstliche Rheinlandschaft in Bonn fahren. Es sind die letzten Sonnenstrahlen, bevor die Temperaturen endgültig fallen. Zeit zu relaxen und zusammen mit Promiflash die schöne Seite des Herbsts zu genießen.

Und danach? Flüchtet Muriel gerne, um Urlaub in exotischen Ländern zu machen, um Schlechtwetterfronten zu entgehen? „Nein, eigentlich bin ich am allerliebsten zu Hause, weil ich ja beruflich sehr viel unterwegs bin“, gesteht die österreichische Schauspielerin, die einst in „Knockin’ on Heaven’s Door“ (1997) mitspielte und aktuell den neuen „Spreewaldkrimi“ dreht. „Deswegen habe ich echt kein Problem damit, meinen Urlaub vor der Haustür in Salzburg zu verbringen. Meine Mutter hat da ein total schönes, altes Haus auf dem Land und das ist eigentlich das allerschönste. Ich war dieses Jahr für Dreharbeiten in der Karibik und in Brasilien und muss definitiv nicht irgendwo 20.000 Kilometer hinfliegen, um Urlaub zu machen. Ich finde auch Städtereisen schön, aber wenn ich es mir aussuchen kann, dann bin ich am liebsten in Österreich auf dem Land. Da sitzen wir dann alle abends zusammen draußen, vor uns nur die Berge. Dann schmeißt man den Grill an und gut ist. Das finde ich wirklich schön, vor allem mit den Menschen, die ich gerne mag.“

Stilgerecht hat Muriel, Mutter von einer fünfjährigen Tochter und einem 17-jährigen Sohn, auch einen Picknick-Korb gepackt und schlendert mit uns am Rhein entlang. Der Boden wird von goldgelben Blättern gepolstert und Muriel erzählt uns, wie sie zur Schauspielerei gekommen ist: „Ich habe mit fünfzehn Jahren aus Spaß Probeaufnahmen gemacht, weil mein Vater mir zeigen wollte, wie es nicht funktioniert. Ich wollte eigentlich gar nicht, aber es hat funktioniert. Das ist der Witz an der Geschichte. 800 Mädchen waren es beim ersten Casting, das ist jetzt 24 Jahre her.“

War es für sie die einzige Entscheidung oder hätte sie sich auch eine andere Karriere vorstellen können? „Ich denke jetzt manchmal, ich hätte zusätzlich gerne noch etwas anderes gelernt“, erzählt die Schauspielerin. „Aber das hätte nicht funktioniert. Man kann eben nicht zwei Kinder und den Beruf haben und dann noch etwas nebenher machen. Da bleibt einfach nicht genug Zeit. Ich bewundere Kolleginnen wie Christiane Paul, die auch noch Medizin studiert hat. Aber immerhin bietet mir mein Beruf die Möglichkeit, so zu tun als ob“, fügt sie lachend hinzu.

Und was ist für Muriel Baumeister der richtige Soundtrack für einen entspannten Tag wie diesen? Sie höre gerne Norah Jones (32), habe vor Kurzem bei ihrem Sohn in ein Samy Deluxe (33) Album reingehört und auch das habe ihr gefallen. Aber vor allem möge sie Klassik. Damit sei sie groß geworden und dabei könne sie am besten entspannen. „Bei klassischer Musik kann ich auch gut Texte lernen. Mein Sohn hört Minimal-House beim Lernen fürs Abitur. Ich bin der Meinung das geht nicht, er ist der Meinung es geht. Da haben wir uns noch nicht geeinigt.“

Muriel Baumeister, Schauspielerin
Getty Images
Muriel Baumeister, Schauspielerin
Muriel Baumeister im Oktober 2008
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Muriel Baumeister im Oktober 2008
Oliver Phelps, Muriel Baumeister und James Phelps im Oktober 2018 in Potsdam
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Oliver Phelps, Muriel Baumeister und James Phelps im Oktober 2018 in Potsdam
Muriel Baumeister im Dezember 2013 in Berlin
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Muriel Baumeister im Dezember 2013 in Berlin
Muriel Baumeister im Juni 2017 in München
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Muriel Baumeister im Juni 2017 in München


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