Peter Zwegat (61) hatte schon mit dem ein oder anderem finanziellen Härtefall zu kämpfen. Doch sein heute ausgestrahlter, vorerst letzter Fall schien noch dramatischer zu sein als alle vergangenen. Fast ein Jahr beschäftigte er sich damit und versuchte, Susanne Hinze aus der Schuldenfalle zu retten. Dieses Mal waren allerdings mehr Zwegats Fähigkeiten als Sozialhelfer, als die des Schuldenberaters gefragt.

Susanne Hinze stand eigentlich mitten im Leben und hatte eine vielversprechende Karriere. 2007 fällt jedoch ihre Mutter ins Koma und die rüstige Susanne entschließt sich, die Pflege der kranken Frau zu übernehmen. Als ihre geliebte Mutter zwei Jahre später stirbt, fällt Susanne in ein tiefes Loch. Dieser Schicksalsschlag belastet sie seelisch und körperlich so stark, dass es zum Zusammenbruch kommt und sie drei Monate in ein Krankenhaus muss.

Während ihres Krankenhausaufenthaltes lösen ihr Ex-Freund und ihr Vater ihre Wohnung auf und Susanne steht nach der Entlassung vor dem Nichts. Sie hat zwar ein Haus geerbt, aber das ist so baufällig, dass es die Allergikerin nicht bewohnen kann. Ihr ganzer Besitz passt seither in zwei Taschen und sie wohnt mehr oder weniger in ihrem Auto. Zudem sind viele Unterlagen und Dokumente verlorengegangen und es lässt sich nur schwer feststellen, in welcher Höhe ihre Schulden liegen. Susanne selbst schätzt ihre Schulden auf 80.000 Euro.

Und nicht nur finanziell läuft es bei der jungen Frau nicht rund. Auch privat hat sie große Probleme. Mit ihrem Vater ist sie zerstritten, ihre Beziehung ist an dem Druck gescheitert und ihr geliebter Hund Aaron lebt bei ihrem Ex-Freund. Zudem leidet sie unter großen psychischen Problemen. Für Peter Zwegat gibt es im Fall Susanne Hinze also nicht nur die Schulden-Baustelle, sondern es muss sich auch um eine Krankenversicherung, Wohnung und einen Job gekümmert werden. Zudem darf er die psychisch angeschlagene Frau aber auch nicht überfordern.

Susanne ist fest entschlossen mit Zwegat an ihren Problemen zu arbeiten und ihr Leben endlich wieder in den Griff zu bekommen. Die ersten Schritte werden sogleich getan und Susanne hat wieder eine Krankenversicherung und erhält ab sofort Hartz 4. Doch kurz danach folgt der erste Rückschritt: Susanne holt sich ihren Hund zurück und erschwert die Wohnungs- und Jobsuche damit erheblich. Mit den Problemen konfrontiert, fühlt sich Susanne überfordert und taucht unter. Ganze drei Wochen ist sie weder für ihre Familie noch für Zwegat und sein Team erreichbar. Der Schuldenberater ist so besorgt, dass er schließlich sogar die Polizei einschaltet und Susanne als vermisst meldet. Schließlich erscheint sie allerdings wieder zurück, als wäre nichts gewesen. Für Zwegat wird an diesem Punkt klar, dass die psychische Erkrankung seiner Klientin doch tiefer geht, als zunächst gedacht.

Obwohl sich Susanne nach ihrer Rückkehr zunächst quer stellt und gegenüber Zwegat teilweise trotzig und sogar aggressiv reagiert, will dieser weiter am Ball bleiben und ihr helfen. Mit seinem eisernen Willen und viel Verhandlungsgeschick schafft es der ehemalige Sozialarbeiter Zwegert dann auch, Susannes Weg aus der Schuldenfalle zu ebnen. Sie kann eine Wohnung beziehen und Zwegat hat sogar ein Tierheim gefunden, in dem ihr Aaron tagsüber bleiben kann. Zudem vermittelt er zwischen Vater und Tochter und kann sie zu einer Einigung über den Verbleib des Hauses bringen. Schließlich ist sie sogar bereit, eine Therapie zu absolvieren. Dadurch schafft sie es, ihre Aggressionen abzulegen und ihre Stimmungsschwankungen einzurenken.

Obwohl Susanne nach den Dreharbeiten wieder untertauchte und für Zwegat nicht erreichbar war, bleibt zu hoffen, dass sich die Hundeliebhaberin mittlerweile wieder gefangen hat und sich weiterhin ihren Problemen stellt.


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