Der sympathische Kassim Auale (20) wurde in der Castingshow X Factor leider nur Achter, was Julian Stoeckel (24) eher als Vorteil denn als Nachteil empfindet. Kassim selber hat die Entscheidung der Zuschauer damals auch eher ruhig aufgefasst, denn er weiß, dass das nicht das Ende ist. Im Promiflash-Interview verriet er: „Ich war schon traurig, dass es an dem Punkt da für mich vorbei war. Das ist leider so in diesen Shows, von jetzt auf gleich ist alles vorbei. Ich habe es aber sehr gefasst aufgenommen. Ich bin zwar noch jung, habe aber so viel Reife und Verstand, das so einzuordnen, dass das für mich wirklich ein Push-Mittel war. Ich habe gute Voraussetzungen, daraus jetzt was Eigenes auf die Beine zu stellen.“ Und das kann natürlich nur eins sein: „Was ich am liebsten machen will, ist Musik und damit ankommen, Leute berühren.“

An Angeboten mangele es ihm nicht, allerdings lasse er sich Zeit, denn das Wichtigste sei, hinter der Sache zu stehen und nicht das erstbeste Angebot zu wählen. Außerdem hat er ja auch noch einen Plan B: „Das ist für mich studieren, was in der Hand haben.“ Der Geschichte- und Germanistikstudent „würde auch was in die journalistische Richtung machen als Redakteur oder Moderator.“ Einen Plan B zu haben sei immer vorteilhaft, aber er würde nie sein Ziel aus den Augen verlieren, erzählte er uns: „Musik mache ich jetzt immer noch hobbymäßig, egal, was da jetzt für große Versprechungen und Angebote kommen. Ich bin da ein sehr realistischer Mensch. Ich mache mir da keine großen Hoffnungen. Ich werde mein Bestes geben, mal schauen, was kommt. Ich kann Musik jetzt schon im größeren Stil machen als vorher. Das ist super. Aber diesen Bildungsweg, diesen Plan B, verlier ich nie aus den Augen.“ Gut so! Und obwohl wir das gutheißen, freuen wir uns schon jetzt auf seine erste Platte.

Und wie wird die sich wohl anhören? „Ich hab ja eine Metal Band, mit denen ich ganz andere Musik mache, ganz fernab vom Mainstream. Trotzdem kann ich mit diesem Bild des Popsängers gut arbeiten. Mir war klar, dass wenn ich in der Öffentlichkeit was mache, das keine Musikrichtung sein kann, die unpopulär ist. Das Gute daran ist, dass ich mich nicht auf eine Musikrichtung versteife. Ich hab einen so breit gefächerten Geschmack.“ Da sind Vorbilder natürlich immer sehr hilfreich und auch er hat einen deutschen Musiker, dessen Laufbahn ihn sehr inspiriert: Clueso (31). Der hat klein angefangen, über Jahre hinweg hat der sich durch harte Arbeit nach oben gekämpft, hat sich nicht verstellen müssen, hat sich von keiner Popmaschinerie verändern lassen und ist damit erfolgreich geworden. Das schätze ich sehr. Das ist mein Vorbild.“ Na da kann man ja auf die hoffentlich bald erscheinende CD gespannt sein.

Julian F.M. Stoeckel bei der Eröffnung der Canvas-Bar in Berlin, Oktober 2018
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Julian F.M. Stoeckel bei der Eröffnung der Canvas-Bar in Berlin, Oktober 2018


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