Die extrem erfolgreiche Skandalband Rammstein schlägt zurück. Ihr Song „Ich tu dir weh“ stand im Jahr 2010 aufgrund der vermeintlich gewaltverherrlichenden Inhalte auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Daraus ging ein Verkaufs- und Aufführverbot hervor.

Bei zwei ausverkauften Konzerten in der Dortmunder Westfalenhalle kam diese Vebotsverfügung zum Tragen; Band und Fans mussten auf den Song verzichten. Auch das Album „Liebe ist für alle da“, auf dem Sado-Maso-Praktiken dargestellt wurden, durfte auf Anweisung des Ordnungsamtes nur in Musikläden ab 18 und nicht vor Ort verkauft werden. Vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat die „Neue Deutsche Härte“-Truppe nun Klage gegen die Stadt Dortmund eingereicht, wie die Ruhrnachrichten berichteten. Der Anwalt fordere angeblich, die 2010 ausgesprochene Verfügung, rückwirkend als rechtswidrig einzustufen, wohl damit sich die juristische Möglichkeit bietet, die Stadt nachträglich auf Schadensersatz zu verklagen. Es ist anzunehmen, dass das das Verkaufsverbot an den Konzertabenden wirtschaftliche Einbußen für Band und Plattenfirma nach sich gezogen hat.

Laut derwesten geben sowohl Label als auch Rammstein bislang keinerlei Kommentar zu dem Rechtsfall ab. Im Frühsommer 2010 hatten die Herren um Sänger Till Lindemann (49) bereits per Eilklage erwirkt, dass das Album und der Song wieder freigegeben wurden. Möglicherweise haben sie auch im aktuellen Fall Glück und können den entstandenen Schaden regulieren.

Christian Lorenz, Christoph Schneider, Till Lindemann und Paul Landers von Rammstein
Getty Images
Christian Lorenz, Christoph Schneider, Till Lindemann und Paul Landers von Rammstein
Rammstein und Marilyn Manson bei einem Konzert in Berlin 2012
Getty Images
Rammstein und Marilyn Manson bei einem Konzert in Berlin 2012
Rammstein auf dem Echo 2011
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Rammstein auf dem Echo 2011


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