Wenn man im Zusammenhang mit einem Boxer von schlagkräftigen Argumenten spricht, dann ist in den meisten Fällen wohl eine starke Rechte gemeint, mit der der Sportler seine Gegner auszuknocken pflegt. Geht es jedoch um David Haye (32), so sorgte er in der Vergangenheit vielmehr mit seinen Sprüchen für Furore als mit spektakulären Siegen. Am liebsten stänkert der britische Schwergewichtsboxer ja bekanntlich gegen die Klitschko-Brüder.

Insbesondere da der UK-Kämpfer 2011 gegen Wladimir (32) einstimmig nach Punkten als Verlierer nach Hause gehen musste, spuckt er große Töne, anstatt die Fäuste sprechen zu lassen. Der Hayemaker will zwar unbedingt wieder gegen einen seiner Lieblingsfeinde in den Ring steigen, doch Dr. Eisenfaust zog es zuletzt vor, nicht gegen ihn, sondern gegen Manuel Charr (27) zu fighten. Aus diesem Grund formulierte Haye im Interview mit Sky Sport News eine deutliche Kampfansage:

„Hoffentlich lässt sich Vitali (41) im nächsten Jahr ein Paar Eier wachsen und entscheidet sich, gegen jemanden zu kämpfen, den die Welt sehen will.“ Eine höfliche Bitte klingt definitiv anders. Doch ob er es schafft, mit Provokationen wie dieser den Ukrainer zu einem Aufeinandertreffen im Ring zu bewegen? Die Zuschauer würde es sicherlich freuen. Doch die politischen Ambitionen Klitschkos könnten der Sache einen Strich durch die Rechnung machen. Vitali will nämlich am 28. Oktober für seine Partei UDAR kandidieren und ins ukrainische Parlament einziehen. Dann wäre eine Box-Begegnung vermutlich kein Diskussionsthema mehr.

Wladimir Klitschko im Dezember 2018
Getty Images
Wladimir Klitschko im Dezember 2018
Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew
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Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew


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