Mit Thomas Hitzlsperger (31) hat sich der erste deutsche Profi-Fußballer als homosexuell geoutet. Dabei galt dies lange Zeit gerade im Fußball als verpönt. Selbst Ex-National-Torwart Oliver Kahn (44) riet homosexuellen Kickern im Herbst 2013 noch von einem Outing ab.

Obwohl es mittlerweile gesellschaftlich kein Problem mehr darstellt, wenn man in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung ist, so gibt es trotzdem noch Parallel-Gesellschaften. Vor allem im Profi-Fußball hatte sich vor dem ehemaligen Bundesliga-Spieler niemand getraut, zu outen. Oliver Kahn riet den schwulen Kickern in einem Interview mit der Gala sogar gänzlich von einem Coming out ab: "Ein Spieler, der sich outet, steht jeden Samstag im Stadion vor den gegnerischen Fans." Denn gerade in den Stadien wäre eine Homosexualität die perfekte Angriffsfläche für zum Teil aggressive Fans, um den Spieler zu beschimpfen.

Während bei den weiblichen Kickern Homosexualität ganz normal ist, ist es bei den Männern bisher immer ein Tabu-Thema gewesen. Gerade die Situation, sich Samstag für Samstag tausenden von Fans zu stellen, ist dabei nicht leicht. Das dachte sich auch Hitzlsperger, wie er der englischen Zeitung The Guardian verriet: Er habe schon 2011/12 als Aktiver über ein Coming-out nachgedacht, dann aber auf Leute gehört, die ihn vor negativen Folgen gewarnt hätten. "Sie alle sagten: Lass es sein, eine große Welle wird über dich hereinbrechen."

Erst nach der Fußball-Karriere wagte er den großen Schritt.

Thomas HitzlspergerPUBLIC ADDRESS / ActionPress
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