Weil der Mordprozess gegen ihn schon länger dauert, als ursprünglich angesetzt, musste sich der Paralympics-Sprintstar Oscar Pistorius (27) kürzlich für den Verkauf seines Hauses entscheiden. So will er die steigenden Prozesskosten decken. Und wohl auch quälende Erinnerungen loswerden: Denn in der Villa hat der einstige Goldmedaillen-Gewinner im vergangenen Jahr seine Freundin Reeva Steenkamp (✝29) durch die geschlossene Badezimmertür erschossen. Nach eigener Aussage, weil er sie für einen Einbrecher hielt. Seine Ansicht der Dinge wird der Sportler voraussichtlich in dieser Woche vor Gericht schildern und Fragen dazu beantworten müssen. Wie das Gericht jetzt bekanntgab, wird das Verfahren gegen Pistorius bis Mai verlängert.

Der genaue Wochentag, an dem der Sprinter sich vor Gericht erklären muss, ist noch nicht bekannt. Und auch, ob Pistorius die Live-Übertragung seiner Aussage im Fernsehen erlauben wird, ist noch unklar. Auf jeden Fall werden seine Worte im Radio übertragen, berichtete nun The Hollywood Reporter. Erst Mitte Mai soll das Verfahren endgültig abgeschlossen werden und das Urteil gegen den Sportler fallen. Laut einer Gerichtssprecherin hängt alles vom Zeitraum ab, den die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung jeweils benötigen: "Es ist ein vorläufig angesetzter Termin. Es kann gut sein, dass es weniger Zeit braucht."

Angesichts der Prozessverlängerung wird auch Pistorius' Verfassung vor Gericht weiter beobachtet. In den vergangenen Wochen wirkte er nach außen hin emotional schwer mitgenommen. Ob das nur Kalkül oder echte Verzweiflung ist, blieb bisher unklar.

Oscar Pistorius, Anhörung Juli 2016Getty Images
Oscar Pistorius, Anhörung Juli 2016
Oscar Pistorius im GerichtssaalAlon Skuy/AFP/Getty Images
Oscar Pistorius im Gerichtssaal
Oscar Pistorius im GerichtssaalMarco Longari/AFP/Getty Images
Oscar Pistorius im Gerichtssaal


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