Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate planen die polnischen Strafverfolgungsbehörden, Roman Polanski (81) erneut zum 1977 stattgefundenen Sexualdelikt zu befragen. Der Grund dafür ist ein Auslieferungsersuchen der USA, das der dortigen Staatsanwaltschaft vorliegt. Demnach wäre es durchaus möglich, dass der 81-Jährige an die Vereinigten Staaten ausgeliefert wird.

Roman Polanski
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Schon im Oktober wurde Roman Polanski von den Behörden in Polen vernommen, als er sich wegen einer Museumseröffnung in Warschau aufhielt. Nun war der polnisch-französische Regisseur wegen geplanter Dreharbeiten in Krakau und wurde prompt wieder zu einer Vernehmung gebeten, berichtet The Hollywood Reporter.

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Bislang hat die zuständige Staatsanwaltschaft keinen Grund gesehen, ihn festzuhalten. Dennoch ersuchen die US-amerikanischen Behörden, den wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs mit einer Minderjährigen verurteilten und geflohenen Polanski ausliefern zu lassen. Und dies wäre in Polen durchaus möglich. Denn dort können eigene Staatsbürger ausgewiesen werden - in Frankreich, wo der 81-Jährige lebt, nicht. Seine Anwälte haben sich allerdings vorab von den polnischen Ämtern versichern lassen, dass ihr Mandant keine Festnahme befürchten müsse.

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Roman Polanski hatte erst vor wenigen Wochen versucht, vor dem zuständigen US-Gericht in Los Angeles eine neue Anhörung zu beantragen. Dies wurde jedoch abgelehnt. Dennoch ist der Fall auch nach über 37 Jahren noch immer nicht vom Tisch.