Mark Zuckerberg (31) hat bekannt gegeben, dass er den Großteil seines Vermögens spenden will. Zunächst war weltweit die Begeisterung groß, dass der Facebook-Gründer Aktien im Wert von 45 Milliarden US-Dollar einer gemeinnützigen Organisation zur Verfügung stellen will. Doch nun entbrannte ein Shitstorm gegen den Amerikaner, denn viele glauben, sein Vorhaben sei gar nicht so selbstlos, wie zunächst angenommen.

Mark Zuckerberg
:MONEY SHARMA AFP
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Es ist beinahe ein amerikanisches Traditionsverhalten, dass Großverdiener wie Microsoft-Gründer Bill Gates oder Stars wie Pop-Diva Taylor Swift (25) mit ihrem Vermögen wohltätige Zwecke unterstützen. Auch Privatspenden sind nicht ungewöhnlich, denn es gibt in den USA kein vergleichbares Sozialsystem wie in Deutschland. Nach anfänglicher Freude über Mark Zuckerbergs spendable Geste, werden im Netz nun aber Stimmen laut, die den Unternehmer verunglimpfen. "Wie immer gibt es zwei Seiten der Medaille: Diese Großzügigkeit ist nur Steuerflucht" und "Was für eine berechnende PR-Srategie!", heißt es auf Twitter.

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Mike Windle Getty Images Entertainment
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Die Kritik ist nicht unbegründet, denn die Spende des Neu-Papas wird von der familieneigenen "Chan Zuckerberg Initiative" verwaltet, sodass in den kommenden Jahren jeweils nur eine Milliarde Dollar des Gesamtkapitals für das angekündigte Mega-Projekt verwendet wird. Mark Zuckerbergs Erklärung in einem vorab gedrehten Spot, der nun auf Facebook veröffentlicht wurde, lautet: "Es ist schwer, das alles in kurzer Zeit zu schaffen. Das sind große, komplexe Systeme. Wie bei allen Dingen in dieser Welt muss man üben, und nicht alles gelingt beim ersten Mal … Wir werden mit der Zeit lernen und hoffentlich besser und besser werden." Dennoch berechneten Experten eine große Steuerersparnis und erklärten, dass lediglich Gelder von einem Firmenkonto auf ein anderes transferiert werden würden.

Mark Zuckerberg und Priscilla Chan mit ihrer Tochter Max kurz nach der Geburt
Facebook/ Mark Zuckerberg
Mark Zuckerberg und Priscilla Chan mit ihrer Tochter Max kurz nach der Geburt

Der 31-Jährige zeigte sich allerdings bereits in der Vergangenheit als Philanthrop, da er Bildungseinrichtungen mit Millionenschenkungen unterstützte. Im Vergleich zu dem aktuellen Betrag waren das jedoch Peanuts.