Eigentlich sollte Jérôme Boateng (27) gerade nur eins im Kopf haben: Fußball! Denn die Deutsche Fußballnationalmannschaft bereitet sich in der Schweiz gerade auf die anstehende Europameisterschaft vor. Doch nun muss sich der beliebte Kicker mit einer bösen Äußerung von AfD-Vize Alexander Gauland auseinandersetzen. Der geriet gestern nämlich mit einer rassistischen Bemerkung über den Profisportler in die Schlagzeilen. Kein Wunder, dass alle deutschen Fußballfans nun auf die Barrikaden gehen.

Jérôme Boateng
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Jérôme Boateng

"Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn", behauptete Alexander Gauland in einem Interview der F.A.S. in Bezug auf seinen multikulturellen Hintergrund. Daraufhin laufen die Fußballfans deutschlandweit Sturm. Denn heute lieferte sich die Nationalmannschaft in Vorbereitung auf die EM ein Testspiel gegen die Slowakei in Augsburg. Und die Fans im Stadion signalisierten ihrem liebsten Innenverteidiger nun sehr deutlich, wie sehr sie hinter ihm stehen. Plakate wie "Jérôme, sei unser Nachbar" und "Jérôme, zieh' neben uns ein" nahmen eindeutig Bezug auf die unangebrachten Äußerungen und geben dem 27-Jährigen gleichzeitig Rückendeckung.

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Auch Mannschafts-Manager Oliver Bierhoff (48) findet deutliche Worte für die Angelegenheit: "Wir leben in unserer Mannschaft die Vielfalt. Solche unqualifizierten Aussagen werden deshalb als das abgetan, was sie sind. Es belastet Jérôme nicht, aber ist unschön, weil er in eine Diskussion kommt, in die er nicht rein will", macht der 48-Jährige deutlich. Jérôme Boateng kann jetzt nur in einer Form die beste Antwort auf diesen Eklat geben: Bei der EM seine beste Leistung abrufen und somit alle Widersacher verstummen lassen.

Weltmeister Jérôme Boateng
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Weltmeister Jérôme Boateng

Eigentlich läuft es für Jérôme privat ziemlich gut: Schaut euch in unserem Clip an, wann die Hochzeitsglocken bei dem Kicker läuten.