"Es war mir eine Ehre." Mit diesen Worten verabschiedete sich Bastian Schweinsteiger (31) am heutigen 29. Juli aus der Fußball-Nationalmannschaft. Mit dem Rücktritt aus "Der Mannschaft" geht eine 12-jährige Ära zu Ende. Promiflash blickt zurück auf die größten Siege und die bittersten Niederlagen des 120-fachen Nationalspielers.

Bastian Schweinsteiger bei seinem ersten Länderspiel am 6. Juni 2004
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Bastian Schweinsteiger bei seinem ersten Länderspiel am 6. Juni 2004

Vor fast zwölf Jahren feiert der junge Schweinsteiger sein Debüt in der Deutschen Nationalmannschaft. Die EM 2004, das erste große Turnier vom Mittelfeldmann, war jedoch enttäuschend. Das DFB-Team überstand die Gruppenphase nicht, die Mannschaft musste schon vor den K.O.-Spielen abreisen. Dafür erlebte der junge Bayer mit dem Sommermärchen 2006 wohl ein echtes Gänsehaut-Turnier. Zwar flogen die Deutschen im Halbfinale gegen Italien raus, aber die WM im eigenen Land war nicht nur für die Fans, sondern auch für die Spieler wie Schweini ein ganz besonderes Erlebnis und ein echter Höhepunkt. Von den Fans wurde er euphorisch als "Basti Fantasti" gefeiert, er präsentierte sich mit gefärbten Haaren und einem jugendlich-lässigen Auftreten.

Bastian Schweinsteiger mit Iro-Frisur bei der EM 2004 im Spiel gegen Tschechien
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Bastian Schweinsteiger mit Iro-Frisur bei der EM 2004 im Spiel gegen Tschechien

Bei der EM 2008 musste Schweini seine erste, große Finalniederlage erleben. Durch das bittere 0:1 gegen Spanien durfte Deutschland wieder keinen Titel feiern, ebenso wie bei der WM 2010, als man im Halbfinale wieder gegen Spanien verlor.

Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski im Trainingslager vor der WM 2006
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Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski im Trainingslager vor der WM 2006

DER große Moment kam dann aber bei der WM 2014. Unvergessen, wie die Mannschaft den Titel in Rio holte. Ebenfalls unvergessen, wer beim Finale der Held und das Sinnbild des deutschen Erfolges wurde: Bastian Schweinsteiger. Mit einem Cut im Gesicht ging der Kicker in jeden Zweikampf, gab alles und wurde endlich belohnt. Mit dem Titel wurde die "Generation Schweinsteiger" unsterblich.

Bastian Schweinsteiger bei der Siegerehrung mit dem WM-Pokal am 13. Juli 2014
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Bastian Schweinsteiger bei der Siegerehrung mit dem WM-Pokal am 13. Juli 2014

Bastians persönlicher Tiefpunkt gab es dann wohl bei der EM 2016. Ausgerechnet er verursachte durch ein Handspiel im Halbfinale gegen Frankreich einen Elfmeter - der die Niederlage der Deutschen einläuten sollte. Der Traum war beendet. Das resümiert der Profi jetzt auch in seinem Post: "Jogi Löw wusste, wie viel mir die EM 2016 in Frankreich bedeutet hat, denn ich wollte diesen Titel unbedingt gewinnen, den wir seit 1996 nicht mehr nach Deutschland holen konnten. Es sollte nicht sein und ich muss es akzeptieren."

Bastian Schweinsteiger nach seinem WM-Triumph 2014
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Bastian Schweinsteiger nach seinem WM-Triumph 2014

Aus dieser unglücklichen Situation zog der Kapitän jetzt wohl seine letzte Konsequenz - und verabschiedet sich mit emotionalen Worten von seiner DFB-"Familie" und den Fans: "Es war mir eine Ehre für Euch spielen zu dürfen, vielen Dank für alles, was ich mit Euch erleben durfte!"

Joachim Löw und Bastian Schweinsteiger im WM-Finale 2014
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Joachim Löw und Bastian Schweinsteiger im WM-Finale 2014

Glaubt man englischen Medien, wird er bei Manchester United vom neuen Trainer José Mourinho (53) nicht mehr berücksichtigt, muss sich also einen neuen Verein suchen. Mit seinem Abschiedsbrief läutet der damals so unbeschwerte "Schweini" nach 12 Jahren Nationalmannschaft nun seinen Karriereherbst ein. Seine Fans wünschen ihm dafür alles Gute.

Bastian Schweinsteigers Torjubel im 1. EM-Spiel 2016
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Bastian Schweinsteigers Torjubel im 1. EM-Spiel 2016
Bastian Schweinsteiger verursacht gegen Frankreich bei der EM 2016 einen Elfmeter
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Bastian Schweinsteiger verursacht gegen Frankreich bei der EM 2016 einen Elfmeter