Es war wohl die schlimmste und traurigste Geschichte der Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro: Der deutsche Kanu-Trainer und Ex-Profi Stefan Henze (✝35) starb an den Folgen eines schweren Autounfalls. Am Mittwoch nahmen Freunde und Familie drei Wochen nach dem Tod des 35-Jährigen Abschied.

Stefan Henze bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen
Aris Messings / AFP / Getty Images
Stefan Henze bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen

"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen." So steht es in der Traueranzeige von Stefan Henze, der nun in Leipzig beigesetzt wurde. Wie die Bild berichtet, haben sich am Mittwoch über 500 Trauergäste versammelt, um dem beliebten Kanu-Coach die letzte Ehre zu erweisen. Besonders für die Familie von Henze war es ein tränenreicher Abschied, in der Kirche wurde "Du fehlst hier" von Silbermond und "Träume leben ewig" von Christina Stürmer gespielt.

Stefan Henze beim Weltcup 2009
Birke Oud/ActionPress
Stefan Henze beim Weltcup 2009

Seine Familie hatte darum gebeten, statt Blumen lieber Geld an das Kinderhospiz Bärenherz in Markkleeberg zu spenden. Schon direkt nach seinem Ableben zeigten die Angehörigen unfassbare Größe, als sie die Organe des Sportlers freigaben und somit vier Menschen durch eine Transplantation das Leben retteten.

Marcus Becker und Stefan Henze beim Weltcup-Finale der Kanuten 2009
Birke Oud/ActionPress
Marcus Becker und Stefan Henze beim Weltcup-Finale der Kanuten 2009