Es war der tragischste Vorfall der Olympischen Spiele 2016. Der Unfalltod von Kanu-Trainer Stefan Henze (✝35) erschütterte die Spiele in Rio. Als Organspender wurde er danach zum Helden, weil er vier Menschen das Leben rettete. Nun lässt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auch seine Hinterbliebenen nicht im Stich und richtet ein Spendenkonto ein.

Stefan Henze beim Weltcup 2009
Birke Oud/ActionPress
Stefan Henze beim Weltcup 2009

Auch wenn die Formulierung von DOSB-Präsident Alfons Hörmann gegenüber der ARD sehr sachlich ausfällt, kommt die Geste definitiv von Herzen. Denn nach der Trauer-Begleitung der Hinterbliebenen "wurden auch versicherungstechnisch die Dinge vorbildlich umgesetzt, und es wird ein Spendenkonto eingerichtet." Der viel zu frühe Tod von Stefan Henze bewegt den kompletten DOSB. Gerade die Kanuten trauern selbstverständlich in besonderem Maße. Alfons Hörmann machte deutlich, dass er das mit berücksichtigt hat: "Mehr konnten wir nicht tun, mit ergänzend zwei wichtigen emotionalen Komponenten: Einer bewegenden Abschiedsfeier und der Auswahl von Sebastian Brendel als Fahnenträger. Auch das war ein Signal an die Kanuten, die so schwer getroffen wurden."

Stefan Henze bei den Olympischen Spielen 2004
ARIS MESSINIS / Freier Fotograf / Getty Images
Stefan Henze bei den Olympischen Spielen 2004

Stefan Henze verstarb an den Folgen eines Taxi-Unfalls in Rio de Janeiro.

Stefan Henze in Nottingham
Richard Heathcote / Getty Images
Stefan Henze in Nottingham