Es war die wohl schlimmste Nachricht bei den Olympischen Spielen 2016: Der Tod von Kanu-Trainer Stefan Henze (✝35). Der Sportler starb am 15. August in Rio de Janeiro an den Folgen eines schweren Autounfalls, wurde damit aus dem Leben gerissen. Doch durch Organspende schenkte er einer Frau das Leben – und die spricht jetzt das erste Mal über ihren Retter.

Stefan Henze bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen
Aris Messings / AFP / Getty Images
Stefan Henze bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen

In ihrer Brust schlägt jetzt das Herz von Kanu-Trainer Stefan Henze! Ivonette Nascimento Balthazar (66) wartete 18 Monate lang auf ein Spenderherz, bereits 70 Prozent ihres Organs waren bereits abgestorben. Doch durch den Todl von Henze bekam die Frau überraschend die Chance auf ein neues Leben, weil seine Familie seine Organe freigab. Nun meldet sich die Brasilianerin das erstes Mal zu Wort, in der Daily Mail sagt sie: "Ich weiß nicht, wie ich mich jemals erkenntlich zeigen könnte. Sie haben mir mein Leben zurückgegeben," Doch sie weiß auch, dass für ihr Leben ein anderer Mensch das seine lassen musste: "Meine Freude wird auch immer durch Trauer gefärbt sein. Ich denke so oft an seine Familie, wie es ihnen geht, was sie durchmachen müssen."

Stefan Henze in Nottingham
Richard Heathcote / Getty Images
Stefan Henze in Nottingham

Bereits fünf Wochen nach der Transplantation hat sich Balthazar schon gut erholt, ist wieder voller Lebensmut. Irgendwann will sie Henzes Familie persönlich dafür danken, dass sie den schweren Schritt gegangen ist, die Organe zur Spende freizugeben. "Ich möchte ihnen unbedingt sagen, wie dankbar ich bin. Aber noch nicht jetzt."

Stefan Henze bei den Olympischen Spielen 2004
ARIS MESSINIS / Freier Fotograf / Getty Images
Stefan Henze bei den Olympischen Spielen 2004