Das Leben von Musikikone Pete Burns (✝57) war so schillernd wie tragisch. In den 1980er Jahren wurde er mit seiner Band Dead Or Alive zur Legende, am Ende war er nur noch für seine OP-Sucht und zahlreiche Reality-Show-Auftritte bekannt. In seinem letzten Interview vor einigen Wochen berichtete Pete Burns noch davon, wie der Teufelskreis seiner rund 300 Schönheitsoperationen eigentlich begonnen hatte.

Pete Burns als Sänger von "Dead Or Alive" in den 80ern
ITN/Splash News
Pete Burns als Sänger von "Dead Or Alive" in den 80ern

"Mir war klar, dass ich (in meiner Karriere, Anm. d. Red.) ein visuelles Dasein führen würde, und dass ich deshalb gut aussehen musste", verriet der Musiker in der Sendung "Celebrity Botched Up Bodies" bei Channel 5 über die Anfänge seiner Beauty-Eingriffe vor mehr als 20 Jahren. Als sein Ruhm ihn in die Öffentlichkeit katapultierte, verspürte er den Druck, sein Äußerliches zu verbessern. "Ich hatte eine gebrochene Nase. Während der Punk-Zeit hatte mich in Liverpool jemand mit seinem Kopf getroffen. (...) Wenn man jung und unsicher ist und vor einer Kamera steht, während die Fotografen flüstern: 'Können wir sein Gesicht nach links drehen?', dann denkt man: 'Ich ändere daran besser was'", berichtete der 57-Jährige. Gesagt, getan – Pete Burns ließ einen Chirurgen an seine Nase, seine Wangen und seine Lippen.

Pete Burns und sein Ehemann Michael Simpson
WENN
Pete Burns und sein Ehemann Michael Simpson

Zu seinem Unglück geriet der Sänger an einen Arzt, der sowohl seine Nasen- als auch seine Lippen-OP verpatzte, was im letzteren Fall sogar zu einer lebensgefährlichen Infektion führte, die Pete Burns zwei Jahre lang mit wöchentlichen Operationen bekämpfen musste. Ans Aufhören mit der plastischen Chirurgie dachte er dennoch nicht, hatte sogar vor, sich erneut unters Messer zu legen, wie er noch wenige Wochen vor seinem Tod betonte: "Ich versuche mit meiner Operation meine persönliche Zufriedenheit zu erreichen. Es ist Narzissmus in seiner extremsten Form." Am 23. Oktober starb Pete Burns an einem Herzstillstand.