Es müssen sich Szenen wie aus einem Mafia-Film im bayerischen Neu-Ulm abgespielt haben. Der russische Kickbox-Weltmeister Musa Musalaev wurde vor einem Hochhaus im Stadtteil Ludwigsfeld mit mehreren Schüssen von einem vermummten Unbekannten niedergestreckt.

Musa Musalaev beim Kampf
Facebook / Musa Musalaev
Musa Musalaev beim Kampf

In der Folge flüchtete der Täter in einem bereitgestellten Wagen, wie die Bild berichtet. Dass sich so etwas im beschaulichen Bayern abspielt, ist wirklich kaum vorstellbar. Im Krankenhaus starb Musa Musalaev an seinen Verletzungen – mit gerade einmal 37 Jahren. Der Kickboxer trug den Spitznamen "Prince of Tatarstan". Die Fahndung nach dem unbekannten Täter wurde sofort mit Hubschraubern und Spürhunden aufgenommen, blieb allerdings bisher ergebnislos.

Musa Musalaev beim Training
Facebook / Musa Musalaev
Musa Musalaev beim Training

Ganz besonders furchtbar ist in dem Zusammenhang, dass bereits im April ein anderer Kickbox-Weltmeister erschossen wurde, ebenfalls von einem unbekannten, vermummten Täter. Said-Sergej N. wurde mit nur 35 Jahren im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen erschossen. "Die Fälle weisen gewisse Parallelen auf", gibt die Kriminalhauptkommissarin Tatjana Wimmer vom Ludwigsburger Polizeipräsidium an. Eine gesonderte Ermittlungsgruppe wurde eingerichtet.

Musa Musalaev, russischer Kickboxer
Facebook / Musa Musalaev
Musa Musalaev, russischer Kickboxer