Die Geschichte hinter dem legendären Hollywoodstreifen "Der letzte Tango in Paris" aus dem Jahr 1972 von Regisseur Bernardo Bertolucci sorgt gerade für Entsetzen. Die berühmte Vergewaltigungsszene, die damals als besonders "authentisch" gefeiert wurde, war nicht gestellt. Das wurde schon vor einigen Jahren bekannt – doch erst jetzt schlägt der Skandal Wellen: Unzählige Schauspieler nutzten nun ihre Social-Media-Kanäle, um ihrem Ärger Luft zu machen.

Doch von vorne: In "Der letzte Tango in Paris" (1972) spielt die 19-jährige Maria Schneider (✝58) an der Seite des 48-jährigen Marlon Brando (✝80) eine Vergewaltigung, so glaubt man. Doch in einem Interview von 2013 enthüllt Filmemacher Bernardo Bertolucci: "Ich wollte, dass Maria es fühlt, statt zu schauspielern, ich wollte die Wut und die Entwürdigung." Darum plante er gemeinsam mit Hauptdarsteller Brando, die junge Schauspielerin im Dunkeln über die Missbrauchsszene zu lassen, wie die Süddeutsche berichtet. Eine Penetration habe nicht stattgefunden, doch im Namen der Kunst wurde Schneider sexuell erniedrigt und missbraucht. "Dafür hat sie mich dann ihr ganzes Leben lang gehasst", gab der Regisseur damals zu.

Das Opfer, die Schauspielerin Maria Schneider, hatte sich bereits 2007 zu der Szene geäußert: "Ich fühlte mich verletzt und, um ehrlich zu sein, auch ein bisschen vergewaltigt, von beiden, von Marlon und von Bertolucci." Obwohl auch die schockierenden Äußerungen des Regisseurs bereits vor drei Jahren veröffentlicht wurden, erregt der Skandal im Licht des "Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen" erst jetzt echtes Aufsehen. "Ich bereue es nicht, aber ich fühle mich schlecht", schloss Bertolucci 2013 in dem Interview.

Diese Äußerungen lösen heute Entsetzen bei den Hollywoodstars aus. Schauspielerin Jessica Chastain (39) kommentiert auf Twitter: "An alle Menschen, die diesen Film lieben – ihr schaut euch an, wie eine 19-Jährige von einem 48-Jährigen vergewaltigt wird. Der Regisseur hat den Angriff geplant. Mir ist schlecht." Und auch "Captain America"-Star Chris Evans (35) nutzt die Plattform, um sich Luft zu machen: "Das ist mehr als ekelhaft. Ich bin wütend."


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