Skandal um Andrew: Stephen Colbert feiert royalen Fehltritt

Skandal um Andrew: Stephen Colbert feiert royalen Fehltritt

- Sarah Annowsky
Lesezeit: 2 min

Andrew Mountbatten Windsor (66) ist am Donnerstag, den 19. Februar, von der Polizei festgenommen worden. Die Behörden erschienen am Morgen auf dem royalen Anwesen Sandringham in Norfolk, um den 66-Jährigen in Gewahrsam zu nehmen. Die Festnahme steht in Verbindung mit Jeffrey Epstein (†66) – Andrew werden Vorwürfe gemacht, dass er während seiner Zeit als Handelsgesandter des Vereinigten Königreichs vertrauliche und sensible Informationen mit dem verstorbenen Verbrecher geteilt haben soll. Stephen Colbert (61) zeigte sich in seiner Show "The Late Show" hocherfreut über die Entwicklung. "Ja, endlich, jemand, irgendwer!", rief der Comedian begeistert aus und wies darauf hin, dass Andrew einer der ersten ist, der für seine Verbindungen zu Epstein zur Rechenschaft gezogen wird.

Nur wenige Stunden nach seiner Festnahme wurde Andrew unter Auflagen wieder freigelassen. Ein Foto des ehemaligen Prinzen, das ihn schockiert im Fond eines Autos zeigt, wie er die Polizeistation Aylsham gegen 19 Uhr verließ, ging viral. Stephen machte sich über das Bild lustig und verglich Andrews Pose mit der eines aufgewachten Vampirs. "Das ist eine klassische Pose, bekannt als der Nosferatu", scherzte der 61-Jährige. Der Talkshow-Moderator spottete zudem über die britische Justiz: "Lasst uns die britische Justiz feiern, die besser ist als die amerikanische, weil sie mit gekräuselten Perücken kommt." Die Vorwürfe gegen Andrew betreffen laut Stephen nicht direkt Pädophilie, sondern Amtsmissbrauch – ein Vergehen, das er ironisch als "nicht nur legal in den Vereinigten Staaten, sondern auch Donald Trumps Wahlkampfslogan" bezeichnete.

König Charles (77) reagierte mit einer ernsthaften Erklärung auf die Festnahme seines Bruders. "Ich habe mit tiefer Besorgnis von den Nachrichten über Andrew Mountbatten-Windsor und dem Verdacht auf Amtsmissbrauch erfahren", ließ der 77-jährige Monarch in einem Statement verlauten. Er betonte, dass nun ein "vollständiger, fairer und angemessener Prozess" folgen müsse und versicherte die volle Unterstützung und Kooperation mit den zuständigen Behörden. Die Festnahme erfolgte, nachdem Andrew bereits im Herbst vergangenen Jahres alle seine royalen Titel verloren hatte. Diese Entscheidung traf Charles nach der Veröffentlichung der posthumen Memoiren von Virginia Giuffre (†41), einem Opfer des Sexhandelsrings von Epstein, in denen sie behauptete, Andrew habe geglaubt, "Sex mit mir zu haben sei sein Geburtsrecht".

Stephen Colbert, April 2024
Getty Images
Stephen Colbert, April 2024
Prinz Andrew, Virginia Roberts Giuffre und Ghislaine Maxwell, "Jeffrey Epstein: Stinkreich"
© "Jeffrey Epstein: Stinkreich" / 2020 Netflix
Prinz Andrew, Virginia Roberts Giuffre und Ghislaine Maxwell, "Jeffrey Epstein: Stinkreich"
König Charles III. trifft am Bahnhof Clitheroe während seines Besuchs in Lancashire ein, Februar 2026
Getty Images
König Charles III. trifft am Bahnhof Clitheroe während seines Besuchs in Lancashire ein, Februar 2026
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