Christoph Waltz kritisiert Marlon Brandos posthumen Kult
Christoph Waltz (69), bekannt aus Filmen wie "Inglourious Basterds" und "Django Unchained", hat für das Magazin Interview im Gespräch mit dem Schauspieler Caleb Landry Jones (36) klare Worte über Marlon Brando (†80) gefunden. Anlass war der 100. Geburtstag der verstorbenen Hollywood-Legende, welcher 2024 durch zahlreiche Artikel zelebriert wurde. Waltz zeigte sich wenig beeindruckt von der posthumen Anerkennung und nannte den Kult um Brando "richtig lächerlich". Während er Brandos frühe Filme durchaus schätze, könne er die späteren Werke des Schauspielers kaum ertragen, darunter "Duell am Missouri".
Der zweifache Oscar-Preisträger erzählte im Interview, er habe jüngst derartige Jubel-Artikel gelesen und sei von der Tonlage massiv genervt gewesen: "Ich habe zwei Artikel gelesen und fand beide wirklich ärgerlich, und diese posthume Heiligsprechung." Die Vorstellung, Brando sei eine unangreifbare Legende, will der Österreicher nicht mittragen. Christoph sagte, er störe sich daran, dass aus Brando ein überhöhter Mythos gemacht werde, obwohl dieser für ihn letztlich nur ein "Schmierenkomödiant" gewesen sei. Während Fans und Experten weltweit das Werk des 2004 verstorbenen Stars feierten, fand Waltz deutliche Worte, die sicherlich für Diskussionen sorgen dürften.
Christoph Waltz ist für seinen prägnanten Stil und scharfsinnigen Humor bekannt, was nicht nur in seinen Rollen, sondern auch in Interviews zur Geltung kommt. Der Schauspieler, der durch seine Zusammenarbeit mit Regisseur Quentin Tarantino (62) weltweite Berühmtheit erlangte, gilt als ebenso analytisch wie direkt. Persönlich versteht er sich als Perfektionist, der an sich und andere hohe Ansprüche stellt. Es scheint, dass er dieser Haltung auch in Bezug auf die Schauspielkunst treu bleibt – eine Eigenschaft, die ihn schon mehrfach mit anderen Größen der Filmbranche anecken ließ.









