Wird Ex-Prinz Andrew nun doch aus der Thronfolge gestrichen?
Andrew Mountbatten Windsor (66) steht trotz des Entzugs seiner royalen Titel und seiner Festnahme an seinem 66. Geburtstag weiterhin an achter Stelle der britischen Thronfolge. Doch das könnte sich nun ändern, wie BBC berichtet. Die britische Regierung erwägt offenbar, ein Gesetz zu erlassen, durch das der ehemalige Prinz komplett aus der königlichen Thronfolge gestrichen werden könnte. Eine mögliche Gesetzesinitiative soll aber erst nach Abschluss der polizeilichen Untersuchungen erfolgen. Sollte ein solches Gesetz auf den Weg gebracht werden, müsste nicht nur das britische Parlament zustimmen, sondern auch alle Commonwealth-Länder, deren offizielles Staatsoberhaupt König Charles III. (77) ist.
Auch wenn ein Ausschluss Andrews ein deutliches Zeichen setzen würde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er tatsächlich jemals König werden könnte, äußerst gering. Vor ihm in der Thronfolge stehen ausschließlich deutlich jüngere Mitglieder der Königsfamilie. Der aktuelle britische Thronfolger ist Charles' älterer Sohn Prinz William (43). Dessen Kinder Prinz George (12), Prinzessin Charlotte (10) und Prinz Louis (7) rangieren auf den Plätzen zwei bis vier. An fünfter Stelle folgt Prinz Harry (41), dessen Kinder Archie und Lilibet ebenfalls vor Andrew liegen. Der ehemalige Prinz, der bereits häufiger in die Schlagzeilen geriet, war wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen worden. Nach Enthüllungen aus den Epstein-Akten besteht der Verdacht, er könnte vertrauliche Regierungsdokumente an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) herausgegeben haben.
Andrew war früher britischer Handelsgesandter und ist der jüngere Bruder von Charles. Auch wenn er inzwischen wieder auf freiem Fuß ist, befinden sich die Ermittlungen gegen ihn seit seiner Festnahme in vollem Gange. Die Thames Valley Police durchsucht nach wie vor das ehemalige Anwesen des 66-Jährigen auf dem Gelände von Schloss Windsor in der Grafschaft Berkshire. Die Durchsuchungen auf dem Anwesen Sandringham in der Grafschaft Norfolk, wo Andrew mittlerweile lebt, sind hingegen abgeschlossen. König Charles ließ über den Palast mitteilen, er habe "mit tiefster Besorgnis" von den Vorwürfen gegen seinen Bruder erfahren und sichere den Ermittlern "volle und aufrichtige Unterstützung und Kooperation" zu. Derzeit ist Andrew noch nicht angeklagt, sollte dies jedoch passieren und er verurteilt werden, würde ihm im Höchstfall eine lebenslange Freiheitsstrafe drohen.






