Im Februar 2013 hatte Ex-Paralympics-Sprinter Oscar Pistorius (30) seine Freundin Reeva Steenkamp (✝29) erschossen – laut eigener Aussage aus Versehen, da er das Model für einen Einbrecher gehalten habe. Nach einem langwierigen Prozess wurde der südafrikanische Sportler im Juli 2016 zu einer milden Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Nun könnte ihm ein längerer Gefängnisaufenthalt drohen: Die Staatsanwaltschaft hat eine Verlängerung beantragt!

Staatsanwältin Andrea Johnson bemängelte laut Medienberichten, dass Oscar vor Gericht nie Reue gezeigt habe. Außerdem sei eine Erklärung seiner Tat bis heute ausgeblieben. Beispielsweise habe er nie Stellung dazu bezogen, wieso er insgesamt vier Schüsse abgefeuert hatte. Aus diesem Grund handele es sich nicht um Totschlag, sondern um Mord, worauf in Südafrika eine Mindeststrafe von 15 Jahren Gefängnis steht. Oscars Anwalt Barry Roux entgegnete, dass sein Mandant "ein gebrochener Mann" und Reevas Tod "ein Unfall" sei.

Bei der Verurteilung des unterschenkelamputierten Läufers hatte Richterin Thokozile Masipa das geringe Strafmaß wie folgt begründet: "Er ist ein gefallener Held, er hat seine Karriere verloren, er ist finanziell ruiniert." Zudem sei er Ersttäter. In der kommenden Woche soll sich entscheiden, ob Oscar länger hinter schwedischen Gardinen bleiben muss.

Oscar Pistorius und Marc Batchelor während des Gerichtsverfahrens gegen Pistorius, 2014
THEMBA HADEBE/AFP/Getty Images
Oscar Pistorius und Marc Batchelor während des Gerichtsverfahrens gegen Pistorius, 2014


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