In knapp einem Monat startet die Fußball Weltmeisterschaft in Russland. Am Dienstag gibt Bundestrainer Joachim Löw (58) seinen vorläufigen Kader für das Turnier bekannt. Einen Tag vor dieser Verkündung sorgen jetzt zwei seiner Kicker für mächtig Aufruhr: Mesut Özil (29) und Ilkay Gündogan (27) posieren jetzt, kurz vor den Wahlen in der Türkei, mit dem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (64). Eine Aktion, die besonders den DFB fassungslos macht!

Die beiden Spieler treffen Erdogan in einem Nobelhotel in London, überreichen ihm jeweils ein Vereinstrikot von sich, signieren es. Gündogan schreibt auf sein ManCity-Trikot die Worte: "Für meinen verehrten Präsidenten. Hochachtungsvoll, Ilkay Gündogan." Das Bild dazu postet der türkische Staatschef auf seiner Twitter-Seite, nutzt diese prominente Schützenhilfe für seinen Wahlkampf. Auch Özil grinst mit Erdogan in die Kamera. Hintergrund: Recep Tayyip Erdogan will die Türkei in einen autoritären Staat umwandeln, hielt bis vor wenigen Monaten den deutschen Journalisten Deniz Yücel (44) in Gefangenschaft, ohne Anklage. Immer wieder schoss Erdogan auch gegen den deutschen Staat. Eine Demokratie sieht er für sein Land nicht vor.

Ausgerechnet mit diesem Mann machen Özil (hat einen deutschen Pass) und Gündogan (besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft) diese Fotos, zeigen sich als Unterstützer. Eine Aktion, die besonders beim DFB und in der Politik auf Wut und Verständnislosigkeit stößt. DFB-Präsident Reinhard Grindel (56) äußert sich gegenüber der Bild so zu diesem Vorfall: "Der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden. Deshalb ist es nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen." Der SPD-Vize Ralf Stegner findet ebenfalls klare Worte für diese Fotos: "Das Posieren mit dem türkischen Präsidenten ist kein vorbildhaftes Verhalten, wie es sich für deutsche Nationalspieler gehört."

Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger 2011
Getty Images
Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger 2011
Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller bei der WM 2018
Getty Images
Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller bei der WM 2018
Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger 2014 in Brasilien
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Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger 2014 in Brasilien


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