Royale Hochzeit mal ganz anders: Unzählige Royal-Fans schauten zu, als Prinz Harry (33) und Herzogin Meghan (36) sich am vergangenen Wochenende in Schloss Windsor das Jawort gaben. Die Zeremonie zwischen dem Sechsten in der Thronfolge und der amerikanischen Schauspielerin war dabei nicht nur total romantisch, sondern auch ungewohnt modern und ganz anders, als alles zuvor. Mit diesen drei Traditionsbrüchen haben Harry und Meghan ein Zeichen gesetzt!

Erstens: Harry heiratet nicht standesgemäß.
Meghan ist die Tochter eines Kameramannes und einer Yogalehrerin und hatte, bevor sie Harry traf, so rein gar nichts mit dem Könighaus zu tun. Auch, dass sie Amerikanerin, Schauspielerin und sogar schon einmal geschieden ist, dürfte vielen konservativen Briten übel aufgestoßen sein. Am meisten wurde aber wohl Meghans Hautfarbe diskutiert. Eine Hochzeit mit einer dunkelhäutigen Frau wäre vor ein paar Jahrzehnten wohl noch absolut undenkbar gewesen. Für Adels-Experte Rolf Seelmann-Eggebert (81) ist das ein Meilenstein für ein multikulturelles Großbritannien und eine moderne Gesellschaft. "Es fehlte der Ritterschlag, ein Zeichen der Zustimmung vom Königshaus zu dieser Entwicklung. Und dieser Ritterschlag ging jetzt vom Bräutigam Harry aus, der gesagt hat: Ich will diese Frau und keine andere", erklärte er im Bild-Interview.

Zweitens: Meghan bringt ihre amerikanische Kultur in die Zeremonie ein.
Das Brautpaar ließ ihren großen Tag unter anderem von einem Gospelchor begleiten, der den Song "Stand By Me" gesungen hat. Nichts, was man normalerweise mit dem britischen Königshaus in Verbindung bringen würde. Für Erstaunen sorgte dann auch der US-Bischof Michael Curry, der die Predigt in der traditionsreichen St. George's Kapelle hielt – und das ziemlich beschwingt. So viel Elan waren die Queen (92) und ihre blaublütigen Gäste ganz offensichtlich von einem Kirchenmann nicht gewohnt. "Es war halt ungewöhnlich für den Kreis der Gäste, sich damit auseinanderzusetzen, dass da ein Gospelchor gesungen hat und ein solcher Prediger aufgetreten ist. Das war sozusagen die Einübung einer neuen Zeit in Großbritannien", meinte Seelmann-Eggebert. So hat das Brautpaar frischen Wind in verstaubte Traditionen gebracht.

Drittens: Meghan läuft alleine zum Altar.
Nur kurz vor dem großen Tag musste Meghans Vater Thomas Markle seine Teilnahme an der Hochzeit absagen. Daraufhin sprang Schwiegervater Prinz Charles (69) als Brautführer ein. Tatsächlich ist die 36-Jährige den größten Teil des Weges aber allein gegangen. Erst kurz vor dem Altar kam dann Charles dazu, um die Braut symbolisch an den Bräutigam zu übergeben. Für Seelmann-Eggebert hat sie damit ein Zeichen für die Emanzipation gesetzt. Immerhin tritt Meghan schon seit Jahren für Gleichberechtigung und Frauenrechte ein und hat das jetzt auch bei ihrer eigenen Hochzeit bewiesen.

Prinz Harry und Herzogin Meghan bei ihrer HochzeitAndrew Matthews/AFP/Getty Images
Prinz Harry und Herzogin Meghan bei ihrer Hochzeit
Prinz Harry und Herzogin MeghanDominic Lipinski - WPA Pool/Getty Images
Prinz Harry und Herzogin Meghan
Bischof Michael Curry bei der Hochzeit von Prinz Harry und Herzogin MeghanOwen Humphreys - WPA Pool/Getty Images
Bischof Michael Curry bei der Hochzeit von Prinz Harry und Herzogin Meghan
Prinz Charles und Herzogin Meghan in der St George's ChapelDominic Lipinski/ - WPA Pool/Getty Images
Prinz Charles und Herzogin Meghan in der St George's Chapel
Was haltet ihr von den Traditionsbrüchen bei der royalen Hochzeit?5817 Stimmen
5464
Toll, das Königshaus sollte sowieso viel mehr mit der Zeit gehen!
353
Naja, eine etwas traditionellere Hochzeit wäre schöner gewesen!


Tipps für Promiflash? Einfach E-Mail an: tipps@promiflash.de