Am vergangenen Sonntag ging es Schlag auf Schlag. Der deutsche Fußballnationalspieler Mesut Özil (29) rechnete in drei aufeinanderfolgenden Statements mit Sponsoren, den Medien und auch dem DFB ab. Er bezog Stellung zu seinem umstrittenen Foto mit dem türkischen Präsidenten, warf dem deutschen Verband Rassismus vor und trat am Ende aus der Nationalelf zurück. Von all dem erfuhr Nationaltrainer Joachim Löw (58), der in diesen Tagen auf Sardinien Urlaub macht, erst aus dem Netz.

Löws Berater Harun Arslan erklärte nun gegenüber Bild: "Weder der Bundestrainer noch ich waren vorab informiert." Diese Aussage ist allerdings verwunderlich. Schließlich soll Arslan mit dem Manager des Kickers in gutem Kontakt stehen. Zudem pflegte Jogi eigentlich ein enges Verhältnis zu seinem langjährigen Schützling, stellte sich bei öffentlicher Kritik immer wieder vor den Spielmacher. Dennoch sollen der Verband und sein Trainer nur erfahren haben, dass es ein Statement geben werde, aber nichts über den Inhalt.

Gegen die Anschuldigungen von Mesut wehrte sich der DFB einen Tag nach dem Rücktritt in einer Pressemitteilung: Man bedauere, dass der Spieler sich nicht ausreichend geschützt gefühlt habe, weise die Rassismusvorwürfe aber entschieden zurück. Dass der von dem Spieler angefeindete Präsident Reinhard Grindel (56) nun ebenfalls seinen Hut nimmt, ist fraglich.

Mesut Özil und Joachim Löw im EM-Halbfinale 2016Lars Baron/Getty Images
Mesut Özil und Joachim Löw im EM-Halbfinale 2016
Joachim Löw und Mesut Özil im März 2018PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images
Joachim Löw und Mesut Özil im März 2018
DFB-Präsident Reinhard GrindelPATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images
DFB-Präsident Reinhard Grindel
Überrascht es euch, dass Mesut Özil nicht vorher mit Joachim Löw gesprochen hat?2028 Stimmen
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Ja, das finde ich schon sehr erstaunlich.
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Nein, er hat das eben nur mit sich selbst ausmachen wollen.


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