Das Warten hat ein Ende. Wochenlang schwieg der deutsche Fußballnationalspieler Mesut Özil (29) zu seinem Foto mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan (64). Die Aufnahme bei einer Wahlveranstaltung in London schlug hohe Wellen und soll sich angeblich auch auf den Teamgeist der DFB-Truppe ausgewirkt haben. Die Mannschaft schied früh aus der WM aus und der Kicker wurde als eine Art Sündenbock vorgeführt. Der ganze Trubel sei allerdings nie Mesuts Absicht gewesen.

Auf Instagram veröffentlichte der 29-Jährige nun einen langen Text, in dem er erklärte: "Ich bin zwar in Deutschland aufgewachsen, meine Familie hat seine Wurzeln aber in der Türkei. Ich habe zwei Herzen: ein deutsches und ein türkisches." Das habe er immer versucht zu respektieren. Auch wenn es oft anders dargestellt worden sei, habe dem Foto mit Erdogan keine politische Intention zugrunde gelegen – sondern lediglich Respekt gegenüber dem höchsten Amt im Land seiner Familie: "Mein Job ist der eines Fußballers und nicht der eines Politikers. [...] Für mich war es nicht wichtig, wer der Präsident ist, sondern dass es der Präsident ist", fügte der Spielmacher hinzu. Er könne verstehen, dass Politik oft nicht von dem Menschen selbst zu trennen sei, er aber mache diesen Unterschied.

Wie es mit seiner Zukunft im Team des DFB aussieht, verriet der Weltmeister von 2014 allerdings nicht. Nach der öffentlichen Schelte von Team-Manager Oliver Bierhoff (50) riet ihm sein Vater, aus der Nationalelf zurückzutreten. Ob er diesem Ratschlag nun folgt und das Trikot mit dem Adler auf der Brust wirklich an den Nagel hängt, bleibt abzuwarten.

DFB-Spieler Mesut Özil mit Recep Tayyip ErdoğanTwitter / AK Parti
DFB-Spieler Mesut Özil mit Recep Tayyip Erdoğan
Mesut Özil, deutscher NationalspielerCatherine Ivill/Getty Images
Mesut Özil, deutscher Nationalspieler
Mesut Özil und sein Vater Mustafa im Jahr 2012PATRIK STOLLARZ / Getty Images
Mesut Özil und sein Vater Mustafa im Jahr 2012
Was sagt ihr der Erklärung von Mesut Özil zu dem Foto mit Recep Tayyip Erdogan?3132 Stimmen
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Ich kann ihn da gut verstehen.
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Also ich habe trotzdem kein Verständnis dafür.


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