Vor der Fußballweltmeisterschaft hat sich Mesut Özil (29) zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (64) ablichten lassen – das hat vor, während und nach der WM für hitzige Diskussionen gesorgt. In einem umfangreichen Brief verteidigte der Kicker den Erdogan-Auftritt, warf dem Deutschen Fußball-Bund Rassismus vor und verkündete zusätzlich seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Nach und nach äußern sich immer mehr Ex-Kollegen zum Özil-Drama. Jetzt hat sich auch Nationalmannschafts-Kapitän Manuel Neuer (32) zu Wort gemeldet!

Am Rande des Trainingslagers von Bayern München in Rottach-Egern am Tegernsee nahm der Torwart unter anderem gegenüber der Presseagentur Reuters Stellung zu Mesuts Abrechnung: "Ich bewerte das nicht. Es war viel Hin und Her. Es wurde sowieso sehr viel darüber geredet und gesprochen nach dem Aus. Für die, die alles gelesen haben, war dieses Thema sehr anstrengend." Der 32-Jährige akzeptiere aber die Entscheidung des Mittelfeldstars, unter diesen Umständen nicht mehr Teil des Nationalteams sein zu wollen.

Mesuts Diskriminierungsvorwürfe wies Manuel hingegen zurück, zumindest innerhalb des Teams habe es keine rassistischen Aktionen gegeben: "Ich kann nur sagen, dass er das in der Mannschaft überhaupt nicht erfahren hat. Wir haben immer versucht, alle zu integrieren." Abgesehen von der Özil-Debatte nahm der Keeper die Verantwortlichen in die Pflicht und forderte einen ganz grundsätzlichen Umbruch. Es brauche wieder Spieler, die stolz darauf seien, für das eigene Land auf dem Feld zu stehen.

Manuel Neuer am Flughafen in FrankfurtDaniel Roland/AFP/Getty Images
Manuel Neuer am Flughafen in Frankfurt
Mesut Özil beim Spiel Atlético Madrid gegen FC Arsenal in SingapurThananuwat Srirasant/Getty Images for ICC
Mesut Özil beim Spiel Atlético Madrid gegen FC Arsenal in Singapur
Die Deutsche Fußballnationalmannschaft 2018Dan Mullan / Getty Images
Die Deutsche Fußballnationalmannschaft 2018
Wie kam die Özil-Geschichte bei euch an?5460 Stimmen
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Manuel hat recht, es war wirklich anstrengend und das Thema omnipräsent.
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Mesuts klares Statement war nötig! Ich hoffe, dass sich beim DFB etwas verändern wird.


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