Seit knapp einem Monat ist klar: Mesut Özil (29) wird nie wieder für die deutsche Fußballnationalmannschaft auf dem Rasen stehen. Nachdem der Fußballer im Mai mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (64) auf einem Foto posiert und damit für hitzige Diskussionen gesorgt hatte, erklärte er nach der WM-Pleite seinen Rücktritt aus der DFB-Elf. Als Grund gab er unter anderem Rassismus innerhalb des Fußballbundes an. Ein absolutes No-Go, meint einer seiner ehemaligen Teamkollegen: Toni Kroos (28) findet Mesuts Abgang einfach nur daneben!

Im Bild-Interview äußert sich der Mittelfeldspieler jetzt zu den Geschehnissen der vergangenen Wochen: "Grundsätzlich ist Mesut ein verdienter Nationalspieler und hätte als Fußballer einen besseren Abgang verdient gehabt. Die Art und Weise seines Rücktritts war aber nicht in Ordnung. Der Anteil, der in seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet." Besonders Mesuts Vorwürfe der Intoleranz scheinen dem Familienvater negativ aufzustoßen: "Ich denke, dass er selbst weiß, dass es Rassismus innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB nicht gibt. Ganz im Gegenteil: Wir setzen uns ja immer wieder aus Überzeugung für Vielfalt und Integration ein", betont der 28-Jährige.

Nicht nur Mesut hat sich nach der monatelangen Aufregung um seine Person entschieden, seinen Platz in der Nationalmannschaft zu räumen. Auch Mario Gomez (33) trat vor wenigen Wochen zurück. Toni hingegen habe sich entschlossen, auch weiterhin für Deutschland auf dem Feld zu stehen: "Ja, ich werde den Weg bis zur EM 2020 weitergehen und habe mir selbst als großes Ziel gesetzt, dass wir dort deutlich erfolgreicher sind als zuletzt."

DFB-Spieler Mesut Özil mit Recep Tayyip ErdoğanTwitter / AK Parti
DFB-Spieler Mesut Özil mit Recep Tayyip Erdoğan
Toni Kroos nach dem Abpfiff des dritten WM-SpielsAlexander Hassenstein/Getty Images
Toni Kroos nach dem Abpfiff des dritten WM-Spiels
Marco Reus, Toni Kroos, Mario Gomez und Sami Khedira bei der WM 2018Michael Steele/Getty Images
Marco Reus, Toni Kroos, Mario Gomez und Sami Khedira bei der WM 2018
Hättet ihr gedacht, dass sich Toni so kritisch zu Mesuts Rücktritt äußert?4132 Stimmen
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Nein, das überrascht mich.
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Ja, warum auch nicht? Wird ja auch mal Zeit, dass ein (Ex-)Teamkollege mal Stellung bezieht!


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