Olympia-Siegerin Kristina Vogel (27) muss bei Null anfangen. Im Juni kollidierte der Bahnrad-Profi beim Trainig mit einer Geschwindigkeit von rund 60 Stundenkilometern mit einem niederländischen Kollegen. Die Folge: Kristinas Rückenmark wurde am siebten Brustwirbel durchtrennt. Trotz Notoperation war sie ab diesem Zeitpunkt querschnittsgelähmt. Die Sportlerin zeigte sich kämpferisch und war dankbar für die Unterstützung, die sie von allen Seiten bekam – eine Reaktion ihres Kollegen, der ebenfalls in den Unfall verwickelt war, blieb bislang allerdings aus!

"Zu dem Fahrer hatte ich noch keinen Kontakt. Er hat sich noch nicht gemeldet", sagte die 27-Jährige in einer Pressekonferenz vor Journalisten. Dies war ihr erster öffentlicher Auftritt nach dem Horror-Crash. Den Unfall nehme sie ihrem Kollegen nicht übel, fügte Kristina hinzu. Sie erwarte keine Entschuldigung. "Mir stellt sich die Schuldfrage auch nicht. Ich gebe keinem die Schuld, das klären andere", machte sie deutlich. Auch vom niederländischen Radsportverband KNWU habe es noch keine direkten Genesungswünsche gegeben.

Aus ihrem Schicksal will Kristina dennoch etwas Positives machen – und sich keinesfalls vom Bahnradsport verabschieden. "Solche Dinge passieren, dürfen aber nicht passieren. Vielleicht ist das meine Aufgabe im Leben. Sicherzustellen, dass so etwas wie bei mir nie wieder passiert", so die Goldmedaillen-Gewinnerin.

Bahnradfahrerin Kristina Vogel bei den Olympischen Spielen 2016Getty Images
Bahnradfahrerin Kristina Vogel bei den Olympischen Spielen 2016
Kristina Vogel, Ex-BahnradfahrerinInstagram / kristina.vogel
Kristina Vogel, Ex-Bahnradfahrerin
Kristina Vogel, Profi-BahnradfahrerinGetty Images
Kristina Vogel, Profi-Bahnradfahrerin
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Geht gar nicht. Wenigstens Genesungswünsche wären angebracht gewesen.
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Schwierige Angelegenheit. Die Niederländer müssen den Schock sicher auch erstmal verkraften.


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