Die Vorwürfe wiegen schwer: Vier Männer beschuldigen Filmemacher Bryan Singer (53), sie als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Der bestreitet das zwar, muss aber dennoch mit ersten Konsequenzen leben: Die British Academy of Film and Television Arts, kurz BAFTA, hat ihn für die diesjährige Preisvergabe von der Liste gestrichen. Der Regisseur war hier mit seinem Queen-Biopic "Bohemian Rhapsody" nominiert, der Sieg in der Kategorie "Bester Britischer Film" galt als ziemlich wahrscheinlich.

Die Missbrauchsvorwürfe, die von unsittlichen Berührungen bis hin zur Vergewaltigung reichen, waren vor einigen Tagen im traditionsreichen Bostoner Magazin The Atlantic veröffentlicht worden. Die Taten, die Singer in dem Bericht vorgeworfen werden, liegen mehr als 20 Jahre zurück. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass sich der X-Men-Regisseur gegen Missbrauchsvorwürfe zur Wehr setzen muss. Die Klage eines weiteren Mannes, der Singer der Vergewaltigung im Alter von 17 Jahren beschuldigt, läuft derzeit. Ein Urteil gibt es auch in diesem Fall noch nicht.

"Bohemian Rhapsody" war 2018 in die Kinos gekommen. Der Film, in dem Rami Malek (37) die Hauptrolle als exzentrischer Queen-Sänger Freddie Mercury (✝45) übernimmt, wurde weltweit zum Kassenschlager. Der Film ist für fünf Oscars nominiert. Singer hatte Regie geführt, eine persönliche Oscar-Nominierung erhielt er aber nicht. Ob die bisher unbewiesenen Anschuldigungen nun auch Einfluss auf die Vergabe der Oscars haben werden, ist damit offen.

Bryan Singer bei einem Screening von "X-Men Apocalypse"
Getty Images
Bryan Singer bei einem Screening von "X-Men Apocalypse"
Bryan Singer im Dolby Theatre in Hollywood, 2013
Getty Images
Bryan Singer im Dolby Theatre in Hollywood, 2013
Rami Malek mit seinem Golden Globe
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Rami Malek mit seinem Golden Globe


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