Timothée Chalamet verschlechterte seine Sehkraft für Film
Timothée Chalamet (30) hat für seine Rolle im Oscar-nominierten Film "Marty Supreme" zu einer äußerst ungewöhnlichen Methode gegriffen, um seine Performance so authentisch wie möglich zu gestalten. Der Schauspieler ließ seine Sehkraft absichtlich verschlechtern, um nachvollziehen zu können, wie es sich anfühlt, wirklich auf eine dicke Brille angewiesen zu sein – genau wie die echte Tischtennislegende Marty Reisman, den er im Film verkörpert. Unterstützung bekam Timothée dabei von dem renommierten Optometristen Dr. Mitchell Cassel, der seine Sicht vorübergehend verschwommen machte. "Timothée braucht keine Brille, aber Marty brauchte eine. Timothée wollte, dass seine Performance auf Authentizität basiert", erklärte Cassel gegenüber Page Six in einem exklusiven Interview.
Um diesen Effekt zu erreichen, entwickelte Cassel ein ausgeklügeltes optisches System. Zunächst führte er eine umfassende Augenuntersuchung durch, um Timothées Sehkraft zu bestimmen und seine Augengesundheit zu überprüfen. Dann passte er dem 30-Jährigen Kontaktlinsen an, die seine Sicht gezielt verschwommen machten. "Ich habe zuerst Kontaktlinsen verwendet, um ein bestimmtes Maß an Unschärfe zu erzeugen und damit Martys Grundzustand zu simulieren", so der Experte. Die Brillengläser wurden dann so konzipiert, dass sie diese Unschärfe präzise ausgleichen. Wenn beides zusammen funktionierte, kehrte Timothées Sehkraft wieder zur Normalität zurück – aber die Brille selbst hatte die Dicke und die visuellen Eigenschaften, die man von jemandem mit tatsächlich schlechter Sicht erwarten würde. Ein Kontaktlinsentechniker war während der Dreharbeiten am Set, um Sicherheit und Komfort zu gewährleisten.
Die absichtlich veränderte Sicht hatte einen unerwarteten Vorteil für Timothées Darstellung: Sie veränderte subtil sein körperliches Verhalten auf eine Weise, die schwer nachzuahmen ist, wenn die Brille nur eine Requisite ist. "Menschen, die auf eine Brille angewiesen sind, passen die Position der Fassung an, neigen den Kopf oder schauen durch einen bestimmten Teil der Linse", erklärte Cassel. Diese kleinen Verhaltensweisen begannen bei Timothée organisch zu erscheinen – wie er durch die Gläser schaute, wie er sie anpasste und wie er sich auf Objekte oder Menschen konzentrierte. Cassel, der bereits für mehr als 1.000 Produktionen spezialisierte visuelle Effekte kreiert hat und unter anderem blutige Augeneffekte für Tom Cruise (63) in "Days of Thunder" und einen Blindheitseffekt für Robert De Niro (82) in "Red Lights" gestaltete, betonte, dass diese Authentizität Timothée sehr wichtig gewesen sei. Der Schauspieler, der derzeit mit Kylie Jenner (28) liiert ist, habe gewollt, dass die Beziehung seines Charakters zur Brille sich echt anfühlt.








