Hollywood-Skandale: Diese Stars sind von den Oscars verbannt
Wenn am 15. März die 98. Oscar-Verleihung über die Bühne geht, werden einige prominente Namen aus der Unterhaltungsbranche nicht auf der Gästeliste stehen – darunter Will Smith (57) und Bill Cosby (88). Die Academy hat im Laufe der Jahre eine Handvoll Mitglieder wegen schwerwiegender Vergehen aus ihren Reihen verbannt und betont dabei ihre ethischen Standards. In den Verhaltensrichtlinien der Organisation heißt es laut People, dass Mitglieder sich so verhalten sollen, dass dies mit dem guten Ruf der Academy vereinbar ist. Bei Verstößen kann die Academy disziplinarische Maßnahmen ergreifen, die bis zum Ausschluss aus der Mitgliedschaft reichen können. Die Gründe für die Verbannung der sechs Personen reichen von illegalen Aktivitäten über sexuelle Übergriffe bis hin zu körperlicher Gewalt. Richard Gere (76) hingegen wurde 1993 wegen seiner kritischen Rede, adressiert an den damaligen Führer der kommunistischen Partei in China, für 20 Jahre ausgeschlossen.
Schauspieler Carmine Caridi wurde 2004 als erstes Academy-Mitglied überhaupt ganz ausgeschlossen, nachdem er Screener-Kopien von Filmen an einen Mann weitergegeben hatte. Filmproduzent Harvey Weinstein (73) wurde im Oktober 2017 rausgeworfen, nachdem mehr als 80 Frauen ihn des sexuellen Missbrauchs beschuldigt hatten. Im April 2018 folgte Bill Cosby nach seiner Verurteilung wegen sexuellen Übergriffs, zeitgleich wurde auch Regisseur Roman Polanski (92) ausgeschlossen, der 1977 wegen des Geschlechtsverkehrs mit einer 13-Jährigen verurteilt worden war und daraufhin aus den USA floh. Kameramann Adam Kimmel verlor seine Mitgliedschaft im März 2021, nachdem bekannt wurde, dass er wegen Vergewaltigung und Übergriffs auf Minderjährige verurteilt worden war. Will Smith wurde im April 2022 für zehn Jahre von allen Academy-Veranstaltungen ausgeschlossen, nachdem er bei der Oscarverleihung Moderator Chris Rock (61) auf der Bühne geohrfeigt hatte.
Der Vorfall mit Will ereignete sich, als Chris während der Verleihung einen Witz über Jada Pinkett-Smith (54) machte, die wegen ihrer Alopezie-Erkrankung eine Glatze trägt. Der Schauspieler ging daraufhin auf die Bühne und schlug Chris ins Gesicht, bevor er zu seinem Platz zurückkehrte und ihm zurief, er solle den Namen seiner Frau aus seinem Mund lassen. Die Academy entschuldigte sich später dafür, die Situation während der Übertragung nicht angemessen gehandhabt zu haben, und erklärte, die Verbannung sei ein Schritt zum Schutz der Sicherheit von Darstellern und Gästen. Der Men in Black-Star akzeptierte die Entscheidung in einem Statement und seine Sperre läuft bis 2032. Die Academy betonte in ihrer Begründung, man wolle ein Zeichen setzen und die Werte der Organisation wahren, zu denen der Respekt vor der menschlichen Würde gehört.












