Johnny Depp (58) musste viel Gegenwind ertragen in letzter Zeit. Vor wenigen Monaten dominierte der Prozess des Schauspielers gegen eine britische Zeitung, die ihn als "Frauenschläger" betitelt hat, die Schlagzeilen. Die Anklage wurde schließlich zurückgewiesen. Das Urteil hat für den Fluch der Karibik-Star trotzdem weitreichende Konsequenzen. Der Filmstar ist der Meinung, von Hollywood boykottiert zu werden. Jetzt ließ sich Johnny öffentlich über die sogenannte Cancel Culture aus.

Cancel Culture – der Begriff umfasst das Phänomen, dass vermeintliches Fehlverhalten von Personen des öffentlichen Lebens dazu führt, dass diese "gecancelt" werden. Also komplett ignoriert und gehatet werden, anstatt sich erst mal mit ihnen auseinanderzusetzen. Johnny Depp ist der Meinung, dass er ein Opfer von Cancel Culture geworden sei. Das sagte er jetzt The Guardian zufolge bei einem Filmfestival im spanischen San Sebastián, wo er einen Ehrenpreis erhielt.

"Es ist so weit außer Kontrolle geraten, dass ich Ihnen versichern kann, dass niemand sicher ist. Es genügt ein Satz – und es gibt keinen Boden mehr, der Teppich wird weggezogen", teilte der 58-Jährige seine Meinung mit. Zum Beispiel deutete er an, dass feministische Bewegungen die besten Absichten verfolgen, aber dennoch zu vorschnelle Urteile über ihn gefällt hätten. Doch die Meinungen über Cancel Culture sind gespalten. Während die einen tatsächlich eine zunehmende Boykott-Kultur wahrnehmen, sehen andere kein Problem darin: Immerhin würden bestimmte Personen ja nicht grundlos "boykottiert" werden. Anlass für Cancel Culture sei ja immer eine diskriminierende oder beleidigende Haltung, die ihr vorausging.

Johnny Depp im September 2021
Getty Images
Johnny Depp im September 2021
Johnny Depp beim Filmfestival im spanischen San Sebastián, 2021
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Johnny Depp beim Filmfestival im spanischen San Sebastián, 2021
Johnny Depp im Jahr 2017
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Johnny Depp im Jahr 2017
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Ja, ich kann verstehen, dass man schon Vorbehalte hat, sich zu bestimmten Themen öffentlich zu äußern.
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Nein, jeder kann seine Meinung ungehindert preisgeben, muss dann aber auch mit Gegenwind rechnen, wenn diese fragwürdig oder kontrovers ist.


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