

"Großstadtrevier"-Star Arthur Brauss stirbt mit 89 Jahren
Arthur Brauss, bekannt aus der Serie "Großstadtrevier", ist im Alter von 89 Jahren verstorben. Er verstarb in seiner Münchner Wohnung, wie seine Frau Marie Pocolin-Brauss der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der Schauspieler sei friedlich eingeschlafen, was seiner Frau Trost spendet: "Er musste sich nicht quälen." Das Paar war mehr als 50 Jahre liiert und hatte im vergangenen Jahr "ganz still" geheiratet. Seine letzte Ruhe soll der Schauspieler in München finden.
Der TV-Star, der aus Augsburg stammte, hatte sich in seiner über 50-jährigen Karriere vor allem mit seiner Vielseitigkeit einen Namen gemacht. Mit mehr als 100 Produktionen im In- und Ausland hinterlässt Arthur ein beeindruckendes künstlerisches Erbe. Besonders bekannt wurde er durch die Rolle des Polizisten Richard Block im "Großstadtrevier". Zudem stand er in beliebten Serien wie Tatort, "Der Alte", "Derrick" und internationalen Produktionen wie "Der Zug" neben Stars wie Jeanne Moreau (†89) und Burt Lancaster vor der Kamera. Auch in Wim Wenders' (80) "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" zeigte er sein schauspielerisches Talent.
Seine Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckte der gebürtige Bayer überraschend spät. Ursprünglich war er als erfolgreicher Leichtathlet und Jugendmeister im Stabhochsprung bekannt. Nach einer kaufmännischen Ausbildung zog ihn ein Stipendium in die USA, wo er Mathematik und Volkswirtschaft studierte und erste Theatererfahrungen auf der Studentenbühne sammelte. Zurück in Deutschland debütierte Brauss 1963 in dem Film "Verspätung in Marienborn".