Doch so fromm: Frank Elstner träumte von Priesterkarriere
Frank Elstner (83) überrascht mit einem sehr persönlichen Geständnis: Der Moderator träumte als junger Mann eigentlich von einer Karriere als Priester, statt vom großen Rampenlicht. Im Gespräch in seinem Büro in Baden-Baden, wo der rüstige 83-Jährige der Reporterin von Bild sogar beim Tischtennis ein paar präzise Aufschläge servierte, blickte er auf seinen frühen Lebensplan zurück. Zwei Jahre lang sei das sein großer Wunsch gewesen, die Ordenslaufbahn einzuschlagen: "Ich war Pfadfinder, bin nach Rom gepilgert, zum Bischof von Trient. Ich war jeden Morgen in der Kirche, habe Exerzitien gemacht. Ich dachte wirklich: Du wirst Priester", sagte Frank. Doch dann kam alles anders: Seine erste Frau trat in sein Leben.
Nach diesem einschneidenden Erlebnis der ersten Liebe zog es ihn nicht länger in die Kirchenbank, sondern in die Radiowelt und wenig später auch ins Fernsehen. Bereits in jungen Jahren begann er im Rundfunk Fuß zu fassen, was ihm über die Jahre zum Sprungbrett für eine bahnbrechende Karriere wurde. Mit Sendungen wie "Die Montagsmaler" und "Spiel ohne Grenzen" feierte er erste große Erfolge, doch mit der Erfindung von Wetten, dass..? schrieb er endgültig Fernsehgeschichte. Dabei spielte vor allem sein Interesse am Menschen eine zentrale Rolle. Frank, der erst vor wenigen Monaten eine Not-OP am Darm erfolgreich überstand, betonte in Interviews oft, dass er nie nur eine Show inszenieren wollte, sondern stets den zwischenmenschlichen Aspekt in den Vordergrund stellte.
Heute hat Frank fünf Kinder von drei Ehefrauen und ist seit 2009 mit Britta verheiratet, in die er sich bereits 1984 an Bord eines Fluges verliebte. "Britta hat die schönsten Augen der Welt", schwärmte er im Interview und zeigte Fotos auf dem Handy. In der Familie nennen sie ihn Frank Timm – eine Erinnerung an seinen eigentlichen Vornamen und an seinen Bruder Frank, der kürzlich mit 88 Jahren starb. Aktuell hofft die Showlegende darauf, Uropa zu werden: Die ganze Familie plane bereits, zur Hochzeit der Enkelin nach Madrid zu reisen, wo Frank dann letztendlich doch noch einmal die Gelegenheit bekommen könnte, sich in der Kirche in seinen früheren Berufswunsch einzufühlen.







