

Entzaubert: Diese Muggel-Technik sieht man in "Harry Potter"
In der Zauberwelt von Harry Potter hat Muggel-Technologie eigentlich keinen Platz – doch auf der Leinwand verraten kleine Patzer, wie viel echte Filmtechnik hinter der vermeintlichen Magie steckt. Die gravierendsten Hinweise entdeckten Fans in "Harry Potter und der Stein der Weisen" und "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" – also ganz am Anfang der Reihe, als sich das Filmteam offenbar noch nicht ganz eingegroovt hatte. Besonders sichtbar wird die Produktionstechnik laut Kino.de in der Großen Halle von Hogwarts und bei Harrys Quidditch-Premiere, zudem bei einem nächtlichen Spaziergang in der Nähe von Hagrids Hütte: Gleich drei Hinweise auf reale Hilfsmittel sorgen hier für erstaunte Gesichter – und für Gesprächsstoff unter Potterheads weltweit.
Der wohl deutlichste Treffer: In "Der Gefangene von Askaban" zeichnet sich unter Harrys Jacke ein Mikrofon-Pack samt Kabeln ab, als er gemeinsam mit Hermine unbemerkt an Hagrids Hütte vorbeizukommen versucht. In "Der Stein der Weisen" wiederum verrät ein Blick in die Große Halle, dass die schwebenden Kerzen an feinen Drähten hängen – bei Professor McGonagall sind sie besonders gut zu erkennen, als Professor Quirrell hereinplatzt und von dem Troll im Schulklo berichtet. Und beim Quidditch? Wer genau hinschaut, sieht, dass Harry zusätzlich mit einem Sicherungsdraht am Besen befestigt ist, während Quirrells Sabotageversuch die Zuschauer in Atem hält. So wird aus Kinomagie ganz praktische Bühnenrealität – unsichtbar gedacht, aber nicht immer unsichtbar geblieben.
Für Fans sind solche Funde längst zu einem sportlichen Hobby geworden: Standbilder, Zeitlupen, Bild-für-Bild-Analysen – seit "5 Minuten Harry Podcast" von Coldmirror (41) wächst die detailverliebte Community auch in Deutschland regelmäßig weiter. Viele erinnern sich dabei mit wohligem Gefühl an ihre eigenen ersten Kinoerlebnisse, das Staunen über die schwebenden Kerzen oder einzelne Szenen, die bis heute nachdenklich stimmen. In Fanforen wird oft erzählt, wie kleine Filmfehler dabei nicht etwa den Zauber zerstören, sondern eher Zuneigung wecken: Die winzigen Blicke hinter die Kulissen machen die Welt greifbar und erinnern an die harte Arbeit, die 2001, als der erste Film Premiere feierte, in solche Produktionen floss.





